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Chinas Aufstieg: Herausforderung und Chancen für Trier

Mit dem wirtschaftlichen und politischen Aufstieg in den vergangenen drei Jahrzehnten ist das Interesse an China sprunghaft gestiegen - auch in Trier und in der Region. Feriengäste aus Fernost kurbeln den Tourismus an, die chinesische Wirtschaft eröffnet Chancen, die Stadt und die Universität Trier haben Partner in China. Inzwischen aber stößt das bisherige Wachstumsmodell an seine Grenzen. Die Anzeichen für eine wirtschaftliche Krise verdichten sich. Welche Auswirkungen diese Entwicklungen für Deutschland und Trier mit sich bringen, ist Thema einer Informations- und Diskussionsveranstaltung am 5. November.
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Die Veranstaltung trägt den Titel "Chinas Aufstieg – Herausforderungen und Chancen für Deutschland und Trier". Organisatoren sind das Zentrum für Ostasien-Pazifik-Studien (ZOPS) an der Uni Trier und das Mercator Institut für China-Studien (MERICS) aus Berlin. Die Veranstaltung findet von 17 bis 20.30 Uhr im Penta Hotel statt. Anlass ist das 20-jährige Bestehen des ZOPS. 

China-Boom

Triers Tourismus erlebt aktuell einen China-Boom. Knapp 8.500 Übernachtungen haben chinesische Touristen in den ersten sechs Monaten des Jahres in Trierer Hotels gebucht - 1.000 mehr als im gesamten Vorjahr. Ähnlich verhält es sich mit den Gäste-Ankünften: 8.051 im ersten Halbjahr 2015 stehen 6.989 in 2014 gegenüber. Trotz der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Probleme ermunterte  Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach einem China-Besuch im April ausdrücklich kleine und mittlere Unternehmen in Rheinland-Pfalz, die Chancen des chinesischen Marktes zu erkennen. Wie die Lage in China einzuschätzen ist und welche Auswirkungen der Abwärtstrend für Deutschland und Trier mit sich bringt, ist Thema der Informations- und Diskussionsveranstaltung.

Aspekte des Wandels

Sebastian Heilmann, Professor an der Universität Trier und Direktor des MERICS, führt in das Thema ein. Anschließend wird es in drei weiteren Kurzvorträgen um Aspekte des Wandels gehen, den China gerade durchlebt: Mikko Huotari (Programmleiter Außenpolitik und Außenwirtschaft am MERICS) spricht über chinesische Auslandsinvestitionen in Deutschland. Was interessiert chinesische Unternehmen an Deutschland, welche Firmen übernehmen sie, wo investieren sie, und was bedeutet das für Deutschland? Chinesische Übernahmen und Direktinvestitionen in Deutschland und Europa wachsen rasant, und vieles spricht dafür, dass sich dieser Trend trotz – oder vielleicht gerade wegen - der aktuellen Schwächephase der chinesischen Wirtschaft fortsetzt.

Auslandstourismus

Ein weiteres - besonders auch für Trier – interessantes Thema ist der chinesische Auslandstourismus. Marie Hoffmann (MERICS)  berichtet über das Volk der Reiseweltmeister. Chinas neue Mittelschicht zieht es immer häufiger ins Ausland – und keine andere Nationalität gibt auf Reisen so viel aus wie die Chinesen. Marie Hoffmannund Sebastian Heilmann zeigen, welche Herausforderungen und Chancen dieser Trend für deutsche Tourismusziele wie beispielsweise Trier bietet. 

Gesellschaftliche Dimensionen

Schließlich kommen auch die gesellschaftlichen Dimensionen von Chinas rasantem Aufstieg zur Sprache. Kristin Shi-Kupfer (Leiterin des Forschungsbereichs Politik, Gesellschaft, Medien am MERICS) spricht über die Suche vieler Chinesen nach Sinn und Werteorientierungen. China erlebt derzeit einen spirituell-religiösen Boom.  Im Anschluss lädt MERICS zu einem Empfang ein, um die Diskussion fortzusetzen. Weitere Infos gibt es hier. 


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