Corona-Krise: Trierer Chormeile und Porta hoch drei abgesagt

Trier. Aufgrund der Corona-Pandemie müssen sowohl die Chormeile (25. April), als auch das Musikfestival Porta hoch drei (18. bis zum 20. Juni) abgesagt werden.

Chormeile abgesagt

Die Trierer Chormeile muss abgesagt werden. Das große Gesangsevent, das am 25. April in der Innenstadt für Stimmung sorgen sollte, kann vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Epidemie nicht mit der notwendigen Sorgfaltspflicht für Besucher und Chormitglieder durchgeführt werden, teilten die Veranstalter, der Kreis-Chorverband Trier-Stadt e.V. und die Trier Tourismus und Marketing GmbH (ttm), mit.

Mit rund 1200 angemeldeten Sängern zeigte sich die Trierer Chormeile auch in diesem Jahr wieder als attraktive Veranstaltung für 50 Chöre aus Trier und der Region, dem Saarland und Luxemburg. Aktuell gibt es ein Verbot für derartige Veranstaltungen bis Ostern, doch da gerade die weiter entfernten Chöre Planungssicherheit benötigen – beispielsweise, um angemietete Reisebusse noch stornieren zu können – entschloss man sich von Seiten der Veranstalter bereits jetzt dazu, die Chormeile abzusagen.

"Natürlich schmerzt eine Absage derart beliebter und bereits durchgeplanter Veranstaltungen", so Norbert Käthler, Geschäftsführer der ttm. "Aber wichtiger ist es, seinen Teil zur Eindämmung des Corona-Virus Covid-19 beizutragen sowie fair und transparent den Chören und Kooperationspartnern gegenüber zu sein."

Von der Absage betroffen ist auch der Projektchor zur Chormeile, der in Kooperation mit der Karl-Berg-Musikschule der Stadt Trier stattfinden sollte. Bereits eingegangene Anmeldungen können leider nicht berücksichtigt werden. Dafür steht aber schon jetzt der Termin für die nächste Chormeile fest: Gesangsfreunde dürfen sich auf den 24. April freuen.

Porta hoch drei fällt aus

Die Absage des diesjährigen Porta hoch drei-Festivals ist den Verantwortlichen nicht leicht gefallen. Als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk hatte man noch im Dezember die Verpflichtung des deutschen Kultrappers Dendemann verkünden können. Doch dann kam das Corona-Virus – und mit ihm weit reichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens, die auch wirtschaftliche Unwägbarkeiten mit sich bringen. "Zwar ist aktuell die Absage der Veranstaltungen nur bis einschließlich 19. April geregelt, doch auch über diesen Zeitraum hinaus bestehen große Unsicherheiten für Veranstalter", erläutert Norbert Käthler die Situation. "Wir können vor diesem Hintergrund momentan nicht das Risiko eingehen, weitere Bands vertraglich zu verpflichten. Daher sehen wir wirtschaftlich keine andere Möglichkeit, als Porta hoch drei für dieses Jahr abzusagen." 

Auch für Oliver Thomé, Geschäftsführer von Popp Concerts, das Porta hoch drei gemeinsam mit der ttm organisiert, war die Absage des beliebten Musikfestivals nicht leicht. "Wir haben die vergangenen Monate wirklich intensiv an dem Programm gearbeitet. Doch in der aktuellen Situation ist es, gerade auch wirtschaftlich, einfach nicht darstellbar, eine Veranstaltung wie "Porta Hoch 3", die sich nahezu in Gänze durch den Verkauf von Eintrittskarten finanziert, auf den Weg zu bringen. Aus diesem Grunde haben wir uns, wenn auch schweren Herzens, dazu entschieden, sie 2020 ruhen zu lassen."  

Laut Thomé gibt es jedoch auch gute Nachrichten: Bereits jetzt arbeite man mit Hochdruck am Programm für das nächste Jahr. "Wir befinden uns bereits in Gesprächen mit potenziellen Protagonisten für 2021 und die ersten Termine sind bereits reserviert. Wir danken allen Beteiligten, besonders auch den Sponsoren, für Ihr Engagement und Ihre Unterstützung auch in diesen turbulenten Zeiten." 

Die verkauften Karten für das Dendemann-Konzert können ab sofort an denjenigen Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden, an denen sie ursprünglich erworben wurden. Dies gilt auch für Onlinetickets: Auch sie müssen an das Vorverkaufsportal geschickt werden, bei dem sie gekauft wurden.

RED

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