Das Dutzend ist früher voll denn je

Nachbetrachtung 96:68-Sieg der Gladiators gegen Kirchheim

Trier. Das 80. Heimspiel der Gladiators-Historie sollte natürlich den sechsten Heimsieg in Folge bringen. Es brachte, und zwar gründlich: Die Kirchheimer Knights unterlagen mit 68:96.

Von Bernd Schneider     

Zum drittenmal innerhalb von sechs Wochen brachten die Gladiators Bewegung in die eigene (vom Wochenspiegel geführte) Top-Ten-Liste: Diesmal war es der fünfthöchste von 89 Siegen und der vierthöchste von 56 Heimsiegen. Zudem war es der höchste Sieg seit dem 102:66 gegen Ulm im Dezember 2017. Das Maximum der Saison 2018/19, das 81:61 in Nürnberg, ist jetzt schon viermal übertroffen worden. Nicht genug damit: Ebenfalls bezüglich Differenzen zum Gegner wurden das beste Viertel (24:8) und die beste Halbzeit (50:29) der Saison fabriziert. Noch erfreulicher als dies alles ist, dass der zwölfte Saisonsieg der Gladiators schon nach dem 21. Spiel vorliegt. Denn in keiner der vorherigen vier Saisons wurde das Dutzend vor der 23. Partie voll gemacht.        

Die Kirchheimer brachten die Hoffnung auf ihren elften Saisonsieg mit an die Mosel. Diese Hoffnung mussten die Baden-Württemberger wesentlich früher begraben als jeder der vorherigen zehn Gladiators-Gäste. Wobei unterschiedliche Meinungen über Umfänge und Zeitpunkte von Widerstand und Resignation bestanden. Jedenfalls wurden die "Ritter" zu Grenzgängern. Denn ihr Trainer David Rösch betonte, dass seinen Schützlingen ihre "Grenzen aufgezeigt" und sie vom Gegner zu Fehlern gezwungen worden seien. Den Begriff "Rückschlag" nach zuvor drei Rückrunde-Siegen ließ Rösch nicht gelten. Sieger-Coach Christian Held pflichtete dem auf der Bank intensiv mitarbeitenden verletzten Kapitän Simon Schmitz bei, der eingedenk der jüngsten beiden  Niederlagen erfreut feststellte: "Endlich hat die Mannschaft wieder am Limit gespielt."  Über Schmitz, bei dem ein neues MRT in vier Wochen Hinweise auf den Comeback-Zeitpunkt bringen soll, sagt Held, dass er "eine große Hilfe" sei. Konkret geht es offenbar darum, dass Schmitz noch ein paar Details mehr sieht als Trainer und Co-Trainer.             

Statistik des Tages  

  • Abgesehen vom Langzeitverletzten Schmitz fehlte bei den Gladiators niemand. Allerdings stand Jordan Geists Mitwirkung in Frage: Er konnte wegen einer in Leverkusen erlittenen Blessur die ganze Woche über nicht trainieren. Ausgerechnet Geist musste im elften Heimspiel mehr einstecken denn je.
  • Die Viertel-Separation vom 25. Januar:  24:8,  26:21,  20:20,  26:19.     
  • Zuschauerzahl 3062 war minimial kleiner als beim zehnten Heimspiel und trieb den Saison-Durchschnitt von 2441 auf 2497. Die Extreme: 4187 und 1587.
  • Detaillierte Gegenüberstellung TR-Kirchheim:  Dreier 8:2,  (Erfolgsquoten 40:12 Prozent),  Freiwurf-Treffer 22:16, Freiwurf-Flops 11:5,  Rebounds 38:29 (bei den offensiven 17:7), Steals 5:5.   
  • Die größten fünf Einsatzzeiten auf Gladiators-Seite (Sekunden):  Gloger 1728,  Adams 1456,  Ilzhöfer 1380,  Dranginis 1218,  Geist 1206.                             
  • Die größte Punktezahl eines Gladiators in einem Viertel:  11 von Geist (im ersten Viertel).                         
  • Geist war mit seinen insgesamt 26 Zählern zum zehntenmal Topscorer des Teams.
  • Die Bilanz aus sämtlichen Begnungen TR-Kirchheim und umgekehrt lautet nunmehr 11:2, in Trier 4:2.
  • Die erfolgreichsten fünf Gladiators-Korbschützen nach 21 Saisonspielen:   Geist 386,  Gloger 338,  Dranginis 176,  Bucknor 167,  Ilzhöfer 123.    

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