Die Vielfalt der Forschung wird zur Stärke

Uni Trier wird mit über zwei Millionen Euro jährlich geförde

Trier. Die Universität Trier wird im Rahmen der Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz bis 2023 mit 2,26 Millionen Euro jährlich gefördert.

In einer Vereinbarung haben sich das Wissenschaftsministerium und die Universität darauf verständigt, welche Ziele und Maßnahmen mit Hilfe dieser Mittel erreicht und umgesetzt werden sollen. Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf und Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel haben diese Vereinbarung nun in Mainz unterzeichnet.

Nachhaltige Erhöhung der Drittmittel angestrebt

Quantitativ strebt die Universität Trier eine stetige und nachhaltige Erhöhung ihrer Drittmittel an. Diese von externen Einrichtungen bereitgestellten Gelder zur Finanzierung von Forschung sollen im Vergleich zu 2018 um drei Prozent steigen. Qualitativ zielt die Universität Trier darauf ab, ihre Forschung in mehreren Bereichen über nationale Grenzen hinaus noch sichtbarer zu machen. Zur Evaluierung wird auch ein externes Beratungsgremium einbezogen. "Eine Universität der Größenordnung Triers darf sich in der Forschung nicht monothematisch ausrichten, also abhängig von Erfolgen in einer Fachkultur sein. Der Maßstab für die kommenden Jahre muss anschlussfähige Vielfalt sein. Das gewachsene Fächerspektrum und die Struktur der Professuren müssen sich in diesem Sinn dynamisch weiterentwickeln", skizzierte Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel die Strategie für die kommenden Jahre.

Gute Voraussetzungen für intensive Vernetzung

Das bestehende Profil der Universität bietet mit seinem ausdifferenzierten Angebot in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften gute Voraussetzungen für die intensivere Vernetzung thematisch benachbarter Disziplinen. Dabei wird auch Wert gelegt auf eine ausgewogene Mischung von Grundlagen- und angewandter Forschung. Weitere bedeutende Aspekte sind die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die Intensivierung der Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen im In- und Ausland und mit Vertretern von Wirtschaft und Gesellschaft. 

Zwei Profil- und fünf Potenzialbereiche benannt

Den Vorgaben der Forschungsinitiative entsprechend, hat die Universität Trier für die viereinhalbjährige Förderphase zwei Profil- und fünf Potenzialbereiche benannt. Die beiden Profilbereiche tragen dazu bei, die internationale Sichtbarkeit zu steigern. Sie werden jährlich mit zusammen 900.000 Euro gefördert. Die fünf Potenzialbereiche sollen in den kommenden Jahren profilbildende Strahlkraft aufbauen. Ihnen kommen jährlich zusammen 1,1 Millionen Euro zugute. Weitere 260.00 Euro fließen in einen Nachwuchs- und Strategiefonds.

Profilbereich "Offene Ökonomien"

Als Profilbereiche wurden die Verbünde "Offene Ökonomien" und "Mining and Modelling the Text" definiert. Im Themenfeld "Offene Ökonomien" beschäftigen sich Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen mit der Frage, wie Gesellschaften von der Antike bis zur Gegenwart grenzüberschreitende Transferprozesse organisieren und welche Koordinierungsmechanismen sie entwickeln. Die Perspektive auf den langen Zeitraum soll in der sich dynamisch verändernden Welt Orientierungshilfe sein bei der Suche nach Lösungen für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen.

Profilbereich "Mining and Modelling the Text"

Bei "Mining and Modelling the Text" arbeiten Wissenschaftler aus den Digital Humanities, den Sprachwissenschaften, der Rechtswissenschaft und der Informatik zusammen. Sie wollen innovative Verfahren zur effektiveren Nutzung der durch die Digitalisierung stark anwachsenden Text- und Datenbestände in den Geisteswissenschaften entwickeln. Erster Anwendungskontext ist die deutsche und französische Literaturgeschichte, die Verfahren sollen auf andere Disziplinen übertragbar sein.

Potenzialbereiche

Die fünf Potenzialbereiche sind: "Transkulturalität und ihre Grenzen", "Der Wert der Information", "Musterhaftigkeit", "Quantitative Finance and Risk Analysis" sowie "Psychobiologie des Stresses".  Alle Bereiche werden nach dem Beginn der Forschungsinitiative näher vorgestellt. 

Weitere Informationen gibt es hier.

RED

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