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Ehrang feiert im Märchenland

Am Samstag startete die KG Blau-Weiß Ehrang mit ihrer 1. Kostümsitzung in ihr 111. Jahr seit Bestehen des Vereins. Vor ausverkaufter Halle hieß es "Ehrik feiert Hand in Hand, Foasenicht im Märchenland".
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Das amtierende Prinzenpaar Prinz Mätty I. aus em Haasenställchen und Prinzessin Jenny I. vom Knusperhäusschen regieren dieses Jahr über das närrische Ehrang. Unter musikalischer Begleitung von den Trierer Hofmusikanten zog das Prinzenpaar samt Gefolge ein. Begleitet von den Garden, Vorstand und Elferrat begrüßten sie Gäste von nah und fern und das Trierer Stadtprinzenpaar Harald III. und Marion II. Der Königliche Kater "Max" (Haas) eroberte danach die Bühne. Der der jede Ecke in Erik kennt stand zum ersten mal in der Bütt und meisterte seine Sache mit Bravur. Mit viel Geschick und Kraft wurden die Fahnen beim Tanz der Fahnenschwenker geführt und gewirbelt. "Ihr habt schon ein Alter erreicht dann lernt man schwer, bei manchen von euch klappt es gar nicht mehr", so verkündetet Hexenprinzessin Marie (Hank) aus der Bütt und verlangte doch von allen Zauberlehrlingen in der Halle karnevalistische Treueschwüre ab. Absolute Ruhe herrschte im Saal als zu Klaviermusik 15 kleine Prinzessinnen die Bühne betraten. Mit dieser Ruhe war es allerdings schnell vorbei, als sich zu den Prinzessinnen fünf Frösche gesellten, die ihre Zauberkugel hatten. Wunderschön von der Kindergarde vertanzt, war es das Märchen vom Fröschkönig. Ein Klotz am Bein, so Julia Löw in ihrer Bütt, das sind die kleinen Geschwister. Man liebt sie, aber sie machen das Leben manchmal durchaus kompliziert. Die Nachwuchsgarde präsentierte dann ihren diesjährigen Marschtanz. Die Sitzungspräsidententinnen Gertrud Haas und Svenja Braun zeigten sich beide sehr stolz über den vielen Nachwuchs im Verein. Ein Jubiläum besonderer Art feierten Fien und Trin (Gertrud Eisenach und Mechthild Keul) die nach 11jähriger Bühnenabstinenz wieder dabei waren. Liebevoll sachlich tauschten sie Komplimente aus und plauderten aus den Nähkästchen ihrer angetrauten Mitesser. Ein echter Hingucker: Solomariechen Marie-Sophie Otto. Temperamentvoll und akrobatisch begeisterte sie mir ihrem Solotanz. Engelchen und Teufelchen und dazu ein 111 Jahre alter Wuppdus. Alexandra Zimmer und Gaby Löscher sorgten mit ihrer Bütt für glänzende Stimmung. "Forever Young" - eine besondere Tanzgruppe - machte deutlich, dass Karneval und Tanz keine Frage des Alters sind, sondern der Einstellung. Schwungvoll drehten sich hier Rumpelstilzchen, die böse Hexe, Cinderella, die Eiskönigin und viele andere Märchengestalten über die Bühne. Dr. Eisenbarth (Jürgen Haubrich) und seine Patientin Frau Döppenlappes (Maria Löw) hatten so manches medizinische Problem zu besprechen. Mit einem klassischen Marschtanz zeigte die große Garde der Gesellschaft ihr Können. So gut hatte es der Prinz (Kurt Thonet ) beim Adler (Gertrud Haas) leider nicht. Selbst einfache Übersetzungen wie "Viehdiebstahl" konnten konnte man ihm nicht entlocken. Herzbeben war das Motto des von der Jugendgarde vertanzten Märchen "Cinderella". Volker Feil erzählte als Hippe von den Nebenwirkungen von Hasch "das ist verreisen ohne sich von der Stelle zu bewegen" und bekam für seine Rede stehende Ovationen. Die Gruppe Kappeskääp putschte noch einmal so richtig die Stimmung in der Narrhalla. Dann rockte das Männerballett mit Dolldöppchi's Unchained die Bühne. Zum Finale hieß es dann: "Es war einmal im schönen Ehrang" mit dem Schautanz der Großen Garde.

Weitere Termine

  • 8. Februar: 2. Kostümsitzung 
  • 22. Februar: 3. Kostümsitzung
  • 24. Februar: Rosenmontagszug mit anschließend "Halli Galli Party" 
  • 29. Februar: Heringsessen
MV, Fotos: Valentin


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