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Ein Beispiel für das vereinte Europa

Pünktlich zum 15-jährigen Bestehen findet mit der Neueröffnung der Touristinformation in Wasserbilligerbrück ein erfolgreiches Kapitel der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Luxemburg seine Fortsetzung.
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Vor zahlreichen Ehrengästen aus beiden Ländern, darunter Fancine Closener, Staatssekretärin im Luxemburger Wirtschaftsministerium und Werner Schreiner, Beauftragter der Ministerpräsidentin für die Grenzüberschreitende Zusammenarbeit des Landes Rheinland-Pfalz, wurden die neu gestalteten Räumlichkeiten ihrer Bestimmung übergeben – der Stolz auf ein Beispiel für das vereinte europa klang immer wieder heraus. Im November 2013 hatten die Verbandsgemeinde (VG) Trier-Land und die Luxemburger Gemeinde Mertert das alte Zollhaus, in dem die Touristinformation seit April 2000 untergebracht ist, für 40.000 Euro gekauft. Im vergangenen Jahr ergab sich dann die Möglichkeit, für den  Um- und Ausbau des Gebäudes  an Fördergelder zu gelangen. Das Gebäude wurde besonders im Hinblick auf Barrierefreiheit saniert und umgestaltet.  Fassade ist neuNeu gestaltet wurde auch die Fassade. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 410.000 Euro, wobei Zuschüsse in Höhe von 189.000 Euro aus Leader-Mitteln und rund 20.000 Euro aus Landesmitteln zur Tourismusförderung fließen. Die restlichen Kosten tragen die VG Trier-Land und die Gemeinde Mertert getragen. Rückblick: Im März 1999 wurde der Fremdenverkehrsverein »Ferienregion Trierer Land»  gegründet. Zu den Zielen gehörte auch die Einrichtung einer Touristinformation in Kooperation mit der luxemburgischen Gemeinde Mertert. Im April 2000 wurde dann durch den damaligen Bürgermeister der VG, Bernhard Kaster, und Gust Stefanetti (Mertert) ein Vertrag unterzeichnet. »Die Unterzeichnung eines Abkommens zur Einrichtung einer deutsch-luxemburgischen Touristinformation war eine mutige und weitsichtige Entscheidung“, sagte VG_Bürgermeister Wolfgang Reiland.  Standort ist wichtig Bei der Einrichtung habe der Standort eine entscheidende Rolle gespielt. »Es liegen noch viele spannende Projekte vor uns.« Stefanetti bezeichnete den Tourismus als wichtigen Wirtschaftsfaktor und wies darauf hin, dass die Touristinformation für hohe Servicequalität ausgezeichnet wurde. Zu den Aufgaben gehören die Beratung der Gäste, die Vermittlung von Unterkünften, der Ticketverkauf, aber auch die Organisation grenzüberschreitender Aktionen wie zum Beispiel den Raderlebnistag im Deutsch-Luxemburgischen Naturpark an Sauer und Nims. Auch zukünftig will man gemeinsame, grenzüberschreitende Projekte angehen.  Dazu zählt etwa die geplante Einrichtung einer Hafenmeisterei in der oberen Etage des Gebäudes mit einem Gästeanleger für Sportboote am gegenüberliegenden luxemburgischen Ufer der Sauer.                  mw


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