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Ein Leben retten - 100 Pro Reanimation

Prüfen. Rufen. Drücken! Aktionsveranstaltung rund um Wiederbelebung auf dem Kornmarkt und Trier.
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Bei einem Herzstillstand ist sehr wichtig, schnell zu handeln: Schon nach drei Minuten wird das Gehirn nicht mehr optimal mit Sauerstoff versorgt. Foto: FF

Bei einem Herzstillstand ist sehr wichtig, schnell zu handeln: Schon nach drei Minuten wird das Gehirn nicht mehr optimal mit Sauerstoff versorgt. Foto: FF

Anlässlich der "Woche der Wiederbelebung" vom 18. bis 24. September laden das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier und die Berufsfeuerwehr der Stadt Trier am Mittwoch, den 20. September zu einem Aktionstag unter dem Motto "Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation" auf den Kornmarkt ein. Dezernent Thomas Schmitt hat die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen und wird diese am 20.September ebenfalls besuchen. "Es lohnt sich, seine Fähigkeiten aufzufrischen, denn Reanimation ist einfacher als viele glauben. Jeder kann es!", so Privatdozent Dr. med. habil. Tim Piepho, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin im Brüderkrankenhaus Trier, dessen Team gemeinsam mit der Abteilung für Innere Medizin III / Kardiologie auch die Aktion "Hand aufs Herz - Trier rettet Leben" aktiv begleitet.

Schnell Hilfe beim Herzstillstand

Eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland ist der plötzliche Herztod. Das Risiko kann jeden treffen. Obwohl jeder helfen könnte, ist die Helferquote beim Herzstillstand in Deutschland im internationalen Vergleich sehr gering. Dabei ist es gerade bei einem Herzstillstand sehr wichtig, schnell zu handeln: Schon drei Minuten nach einem Herzstillstand wird das Gehirn nicht mehr optimal mit Sauerstoff versorgt und es können schwere Schäden auftreten. Mit einer Herzdruckmassage kann der Restsauerstoff weiter im Blut zirkulieren und so bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die Überlebenswahrscheinlichkeit um ein vielfaches erhöhen.

Prüfen-Rufen-Drücken

Wiederbelebungsmaßnahmen eines Menschen sind einfach. Jeder kann es und man kann nichts falsch machen. Genau hier setzt das vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) unterstützte Gemeinschaftsprojekt "Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation" sowie die Kampagne "Hand aufs Herz - Trier rettet Leben" der Experten des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier an. Ziel ist es, das Bewusstsein für lebensrettende Fähigkeiten jedes Einzelnen zu schärfen, dabei Hemmschwellen abzubauen sowie über lebensentscheidende Sofortmaßnahmen zu informieren. Im Fokus steht dabei die sich leicht zu merkende Botschaft der Reanimation "PRÜFEN-RUFEN-DRÜCKEN!". Prüfen, ob die Person noch atmet. Rufen des Rettungsdienstes unter der europaweit gültigen Notrufnummer 112. Drücken, fest und mindestens 100 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs und nicht aufhören, bis professionelle Hilfe eintrifft. Die Aktionsstände am Mittwoch, 20. September von 15-19 Uhr, sowie ein Rettungswagen der Berufsfeuerwehr halten auf dem Kornmarkt viele Informationen rund um das Thema Wiederbelebung bereit. Unter Anleitung können die Besucher den Ernstfall an Reanimationspuppen üben und sich mit Fachleuten vom Rettungsdienst und Notärzten der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin des Brüderkrankenhauses Trier austauschen. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Die "Woche der Wiederbelebung" ist eine Initiative des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e. V. in Kooperation mit dem German Resuscitation Council e. V. und der Stiftung Deutsche Anästhesiologie. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.einlebenretten.de oder www.bk-trier.de Red