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Ein neues Fundament: SVE vor großen Veränderungen

Trier. Im Vorfeld der Mitgliederversammlung am 2. Juli bahnen sich bei Eintracht Trier wichtige und weitreichende Veränderungen an. Der Wittlicher Unternehmer Helmut Meeth soll dem bisherigen Vorstand als neuer Präsident vorstehen, die Eintracht-Legende Horst Brand steht als neuer Sportvorstand bereit. Dazu müssen die Führungsgremien des Vereins neu strukturiert und die Satzung geändert werden. Das letzte Wort haben aber die Mitglieder der SVE.

Eintracht Trier steht vor einem echten Aufbruch: Auf der Mitgliederversammlung am 2. Juli werden die Mitglieder des Vereins über weitreichende Satzungsänderungen abstimmen können, die den Verein nachhaltig auf ein breites und solides Fundament stellen sollen. Ziel ist es, den Klub strukturell und wirtschaftlich fit für eine erfolgreichere Zukunft zu machen. "Es ist ja kein Geheimnis, dass wir bereits seit einiger Zeit Verstärkung für den Vorstand suchen. In den vergangenen Monaten haben wir es gemeinsam mit Teilen des Aufsichtsrates in vielen vertrauensvollen und offenen Gesprächen geschafft, mit Helmut Meeth und Horst Brand zwei zentrale Persönlichkeiten für diesen Weg zu gewinnen. Und auch im Aufsichtsrat soll sich einiges tun", verrät Eintracht-Vorstand Roman Gottschalk.

Klare Aufgabenverteilung im Vorstand

Konkret bedeutet das: Die Satzung des Vereins soll dahingehend geändert werden, dass es in Zukunft innerhalb des Vorstandes klare Aufgabenverteilungen gibt. Das mit diesen Änderungen neu geschaffene Präsidentenamt soll der Wittlicher Unternehmer Helmut Meeth übernehmen. Gemeinsam mit Roman Gottschalk, der dem Verein als Vizepräsident erhalten bleibt, Dieter Friedrich, der als Finanzvorstand agieren wird und Eintracht-Legende Horst Brand, der das ebenfalls neu geschaffene Amt des Sportvorstandes übernehmen soll, wird der Verein auf ein breites Fundament gestellt. Alle vier Vorstandsmitglieder sind bei Abstimmungen gleichberechtigt, lediglich bei Stimmgleichheit hat der Präsident am Ende die entscheidende Stimme.

Aus Aufsichtsrat wird Beirat

Auch im Aufsichtsrat, der aus juristischen Gründen in Beirat umbenannt werden soll, wird es personelle Änderungen geben. Für das in Zukunft sechs- bis achtköpfige Gremium sind neben den aktuellen Aufsichtsräten Frank Natus, Ernst Wilhelmi, Alfons Jochem und Simone Schuler auch die Neuzugänge Theo Thonet, Christoph Schnorpfeil, Georg Schmidt und Frank König vorgesehen. Der Beirat soll auch in Zukunft eine intensive Kontrollfunktion ausüben und den Vorstand gleichzeitig bei strategischen Fragen unterstützen. Hinzu kommt, dass Josef Cinar, aktuell noch Innenverteidiger im Kader der ersten Mannschaft, bereits in der kommenden Saison an die Rolle des sportlichen Leiters herangeführt werden soll, ehe er die Position im Sommer 2019 offiziell übernimmt.

Veränderungen als entscheidener Faktor

"Für uns sind die Änderungen ein ganz entscheidender Faktor, um den Verein kurz- bis mittelfristig wieder nach vorne zu bringen. Wir haben es durch viele Gespräche geschafft, die Gläubiger des Vereins davon zu überzeugen, einen Neuanfang möglich zu machen. Konkret bedeutet das, dass wir unsere Schulden mit dem 30. Juni 2018 um 70 bis 80 Prozent reduzieren werden", beschreibt Vorstandsmitglied Dieter Friedrich die finanziellen Rahmenbedingungen des Umbaus.

Helmut Meeth, der dem neuen Vorstand als Präsident vorstehen soll, zeigt sich begeistert von den Rahmenbedingungen: "Ich war zunächst skeptisch, weil man ja aktuell doch ein recht negatives Bild vom Verein und den Verantwortlichen vermittelt bekommt. In der Realität ist das genaue Gegenteil der Fall. Eintracht Trier lebt und hat aktuell eine Führung, die genauso fußballverrückt ist, wie ich. Unser Ziel ist es, eine regionale Mannschaft zu sehen, die begeisternden und erfolgreichen Fußball spielt. In naher Zukunft auch wieder in der Regionalliga. Wir hoffen sehr, dass wir unsere Mitglieder mit dieser Vision überzeugen können und freuen uns auf den regen Austausch auf der Mitgliederversammlung."

RED

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