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Ein Symbol für Völkerverständigung

Seit 1966 verbindet die Brienonbrücke den Konzer Stadtteil Berendsborn mit der Stadtmitte. Von den vielen Leuten, die die Brücke tagtäglich nutzen, dürfte nur wenigen der symbolische und historische Wert des Bauwerks bewusst sein.
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1965, als die Schatten des Zweiten Weltkrieges noch über dem Land lagen, beschlossen Konz und die französische Stadt Brienon eine Städtepartnerschaft. Die Saar-Mosel-Stadt gehörte zu den ersten Gemeinden in Rheinland-Pfalz, die diesen Schritt wagte. Ein Jahr wurde dann die Brienonbrücke feierlich eingeweiht. Die Zeit hat jedoch ihre Spuren hinterlassen und im September 2014 beschloss der Stadtrat die Sanierung der Brücke.

Symbol der Völkerverständigung

Mit einer deutsch-französischen Feierstunde, an der auch eine große Delegation aus Brienon teilnahm, wurde jetzt die Wiedereröffnung gebührend gefeiert. Pastor Georg Dehn gab dem Bauwerk seinen kirchlichen Segen. „Ich bin froh, dass die Brücke das Stadtbild weiterhin bereichert“ sagte Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Frieden in seiner Ansprache. Die „Revitalisierung“ wie Frieden diesen Schritt bezeichnete, kostete rund 470.000 Euro. 250.000 Euro davon kommen vom Land. Wichtigstes Element ist der neue Berührungsschutz, der wegen den Hochspannungsleitungen der Bahn installiert wurde.  „Die Brücke ist ein Symbol für Partnerschaft“ sagte Francois Clerin. Der künftige Vorsitzende des Partnerschaftskomitees in Brienon betonte die Wichtigkeit von Städtepartnerschaften in Europa. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass diese Verbindung weiter besteht“. Vor kurzem wurde das 50-jährige Bestehen dieser Freundschaft gefeiert. „Das Bauwerk ist ein Symbol der Völkerverständigung. Partnerschaft, Zusammenarbeit und Freundschaft sind im Europa der heutigen Zeit sehr wichtig“, betonte auch Karl-Peter Jochem vom Bürgerverein Berendsborn. MW Fotos: Matthias Willems


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