Arnt Finkenberg

Erste Frau auf Uni-Chefsessel

Trier. Eva Martha Eckkrammer wird neue Präsidentin der Universität Trier.

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Blumen für die künftige Universitätspräsidentin Prof. Dr. Eva Martha Eckkrammer (Bildmitte) überreichten Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Jäckel (Zweiter von links) und die künftigen Präsidiumskolleginnen und -kollegen (von links) Vizepräsident Prof Dr. Torsten Mattern, Kanzlerin Dr. Ulrike Graßnick und Vizepräsident Prof. Dr. Matthias Busch.

Blumen für die künftige Universitätspräsidentin Prof. Dr. Eva Martha Eckkrammer (Bildmitte) überreichten Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Jäckel (Zweiter von links) und die künftigen Präsidiumskolleginnen und -kollegen (von links) Vizepräsident Prof Dr. Torsten Mattern, Kanzlerin Dr. Ulrike Graßnick und Vizepräsident Prof. Dr. Matthias Busch.

Foto: Universität Trier

(Red/Fin) Der Senat der Universität Trier hat kürzlich Prof. Dr. Eva Martha Eckkrammer mit überwältigender Mehrheit zur künftigen Präsidentin der Universität Trier gewählt.

Erste Frau nach fünf Männern

Die Romanistin der Universität Mannheim tritt am 1. September 2023 die Nachfolge von Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Jäckel an, der nach zwei Amtsperioden nicht erneut kandidiert hatte. Nach fünf männlichen Amtsinhabern wird sie die erste Frau in der höchsten Leitungsposition der Universität Trier sein.

Professorin für Romanische Sprach- und Medienwissenschaft

Die im österreichischen Hallein geborene Eva Martha Eckkrammer lehrt und forscht seit 2009 als Professorin für Romanische Sprach- und Medienwissenschaft an der Universität Mannheim. Sie studierte Romanische Philologie an den Universitäten Salzburg und Coimbra/Portugal. Nach ihrer Promotion und Habilitation an der Universität Salzburg und Lehrtätigkeiten an den Universitäten Passau und Heidelberg übernahm sie 2009 ihre jetzige Professur. In ihrer akademischen Laufbahn engagierte sich Eva Martha Eckkrammer in vielfältigen Leitungsaufgaben.

Prorektorin an der Universität Mannheim

An der Universität Mannheim war sie zwischen 2009 und 2015 als Prorektorin zunächst für Forschung und später für die Bereiche Infrastruktur, Chancengleichheit und wissenschaftlicher Nachwuchs verantwortlich. Dem Vorstand des Deutschen Romanistenverbandes (DRV) gehört sie seit 2012 an und war von 2013 bis 2015 dessen Präsidentin. Die Gremienarbeit von Hochschul- und Universitätsräten gestaltete sie an der Hochschule Mannheim, mehrere Jahre auch als Vorsitzende, und an der Universität Graz mit.

Enge Verbindung zu Frankreich

Innerhalb ihres Fachgebietes Romanistik beschäftigt sich Prof. Dr. Eva Martha Eckkrammer insbesondere mit Spanisch, Französisch, Italienisch, Kreolisch und am Rande mit Portugiesisch. Eine besonders enge Verbindung pflegt sie zu Frankreich. Als akademische Direktorin war sie eine treibende Kraft bei der Gründung und Leitung des Institut Français in Mannheim. Sie engagiert sich zudem in der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH), zunächst in deren Hochschulrat und seit Januar 2022 als Vizepräsidentin.

Internationalisierung durch Kooperationen mit anderen europäischen Hochschulen

Die Internationalisierung nimmt in den programmatischen Vorstellungen der künftigen Präsidentin für die Weiterentwicklung der Universität Trier entsprechenden Raum ein. Ihre Intensivierung in Studium und Lehre sowie insbesondere der Ausbau von Kooperationen mit französischen sowie anderen europäischen Hochschulen sind ihr wichtige Anliegen. Als weitere bedeutende Querschnittaufgaben und Herausforderungen sieht sie die Themen Chancengleichheit, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und eine verbesserte Sichtbarkeit der Universität. Breite Partizipation, flache Hierarchien, kooperative Führung, Teamgeist und individuelle Potenzialentfaltung nennt sie als Schlagworte für den angestrebten Führungsstil.

Sechsjährige Amtszeit

In der sechsjährigen Amtszeit leitet Eva Martha Eckkrammer die Universität Trier und vertritt sie nach außen. Sie sitzt dem Präsidium vor, dem neben der Präsidentin die Kanzlerin Dr. Ulrike Graßnick und die Vizepräsidenten Prof. Dr. Torsten Mattern und Prof. Dr. Matthias Busch angehören.


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