Es war einmal... das alte Pegelhäuschen

Trier. Der Wasserstand der Mosel wurde bis 1967 im märchenhaften Pegelhäuschen am Johanniterufer neben der Römerbrücke gemessen.

Der pittoreske kleine Neogotik-Bau mit dem markanten Spitzdach wurde 1897 auf der ehemaligen Stadtmauer errichtet. Ein Schreibpegel in seinem Innenraum zeichnete den Moselstand auf. Nach außen war er jederzeit an der Pegeluhr über der Tür ablesbar. Die zur Mosel gewandte Seite des Türmchens schmückt ein Erker mit Fenster und Spitzbogen. Das historische, reich verzierte Eisengeländer zu seiner Rechten soll auf einen Entwurf Johann Georg Wolffs zurückgehen. Das Trierer Pegelhäuschen ist eines der ältesten seiner Art in Rheinland-Pfalz und ein technisches Kulturdenkmal der Schifffahrt. Sein heutiger Nachfolger misst seit 2012 in der Nähe der Staustufe am Moselkilomter 195,36 den Trierer Pegel und macht ihn per Digitalanzeige für jedermann sichtbar.

CN

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