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Estnisches Duo Tänak/Järveoja gewinnt Deutschland-Rallye

Die Esten Ott Tänak und Beifahrer Martin Järveoja haben sich wie im Vorjahr den Sieg der Rallye Deutschland gesichert. Dabei waren sie im letzten Jahr noch mit einem Ford Fiesta WRC unterwegs, in diesem Jahr fahren sie für das Toyota Team mit einem Yaris WRC.
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Bereits am Freitag, insbesondere auf den Prüfungen „Stein und Wein“ im Bereich Mosel und Ruwer sowie Mittelmosel, hatte er die Grundlage für diesen ungefährdeten Sieg gelegt. Dahinter ging es dagegen hin und her. Lange Zeit belegten die amtierenden Weltmeister Sébastien Ogier und Julien Ingrassia aus Frankreich auf Ford Fiesta Platz zwei, bis sie am Samstagnachmittag einen Reifenschaden auf der langen Wertungsprüfung „Panzerplatte“ wechseln mussten und knapp zwei Minuten zurückfielen. Am Ende war es aber noch Platz vier, der für ihn heraussprang. Zusätzlich fuhr er auf der sogenannten Powerstage noch die Bestzeit, für die es weitere Punkte für die Meisterschaft gibt.

Favoriten mit Problemen

Auch die aktuell Führenden Belgier Thierry Neuville und Nicolas Gilsoul auf Hyundai I 20 WRC, kämpften mit diversen Problemen. Aber wieder die Prüfungen an der Mosel, diesmal „Grafschaft“ bei Veldenz am Sonntagmorgen führten durch Abflug eines Topfavoriten (Sordo, ESP) und technischer Probleme von Latvala, FIN dazu, dass er wieder auf Platz 2 gespült wurde, den er auch halten konnte. Platz drei ging dadurch an Esapekka Lappi und Janne Ferm aus Finnland ebenfalls auf Toyota. Ein besonders schönes Ergebnis trotz der vielen Topfahrer am Start konnte Marijan Griebel und Alexander Rath auf einem Citroën DS3 WRC der alten Generation (rund 60 PS weniger Leistung) erringen. Der Birkenfelder Polizist erreichte am Ende Platz acht und war damit natürlich sehr zufrieden. In der „Formel 2 der WRC“ gelang auch den amtierenden deutschen Meistern Fabian Kreim und Frank Christian eine spannende Aufholjagd. Trotz einer Reifenpanne auf der Mosel „Stein und Wein“ nahe Waldrach waren sie weit zurückgefallen. Sie kämpften sich aber mit vielen Topzeiten in ihrem Skoda Fabia R5 in dieser Wertung auf Platz vier nach vorne und wurden im Gesamtklassement Zwölfter.

Viele Fans in der Region

Auch nach neun von 13 Rallyes, die zur Weltmeisterschaft zählen, ist der Kampf an der Spitze sehr spannend und lockte auch am Wochenende wieder mehr als 200.000 Zuschauer in die Region.
Sowohl die Belgier wie die Franzosen waren stark vertreten, um ihre Helden zu unterstützen. Aber auch, wie in den Vorjahren, waren viele Esten, Tschechen, Polen, Österreicher natürlich neben den deutschen Rallyefans von Donnerstag bis Sonntag bei bestem Wetter unterwegs. WK, Fotos: Walter Kaulen


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