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Familiendrama in Trier-Süd: Mord-Ermittlungen gegen Vater

Zu einem tragischen Familiendrama, das in einem Blutbad endete, ist es am 21. Oktober in Trier-Süd gekommen (wir berichteten). Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Trier ein Ermittlungsverfahren gegen den Vater wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.
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Der Vater soll mehrfach auf seine Tochter in deren Wohnung in der Nikolausstraße eingestochen haben. Foto: Agentur Geidis

Der Vater soll mehrfach auf seine Tochter in deren Wohnung in der Nikolausstraße eingestochen haben. Foto: Agentur Geidis

Hintergrund der Tat ist nach den bisherigen Erkenntnissen eine schwere Erkrankung der 35-jährigen Tochter, aufgrund derer sie in der Vergangenheit wiederholt Suizidgedanken geäußert haben soll. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 63-jährige Vater, der sich zuvor aufopferungsvoll um seine Tochter gekümmert hatte, sich deshalb dazu entschloss, sowohl das Leben seiner Tochter als auch sein eigenes zu beenden. Bei einem Besuch in der Wohnung seiner Tochter in der Nikolausstraße fügte er dieser mit einem Cuttermesser lebensgefährliche Schnittverletzungen am Hals und eine Stichverletzung im Oberkörper zu. In der Annahme, seine Tochter getötet zu haben, rammte er sich anschließend selbst ein Messer in die Brust, um sich zu töten.

Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Sowohl die Tochter als auch der Vater überlebten jedoch ihre schweren Verletzungen. Sie befinden sich inzwischen außer Lebensgefahr. Da der Angriff auf die Tochter für diese nach den bisherigen Erkenntnissen völlig überraschend kam, so dass sie keine Abwehrmöglichkeit gehabt haben dürfte, liegen laut Staatsanwaltschaft Anhaltspunkte für eine heimtückische Tat vor. Die Staatsanwaltschaft hat daher gegen den 63-jährigen Vater Haftbefehl wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung beantragt. Er ist heute dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Trier vorgeführt worden, der Haftbefehl erlassen hat. Die Ermittlungen zu den weiteren Einzelheiten des Geschehens und den Hintergründen der Tat dauern an. RED