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Faszination Horrorfilme: Die Lust am Gruseln

"Freitag, der 13.", '"Tanz der Teufel", "Halloween" oder "Texas Chainsaw Massacre": an Halloween werden jedes Jahr zahlreiche Horrorfilme gezeigt. Das Genre erfreut sich großer Beliebtheit. Der Fantasie scheinen dabei keine Grenzen gesetzt zu sein - von "Der weiße Hai" bis "Resident Evil" ist alles möglich. Aber was fasziniert uns an Horrorfilmen?
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Wer Horrorfilme schaut, möchte in erster Linie zwei Dinge: Sich gruseln und unterhalten werden. Bei den Zuschauern löst der Horrorfilm eine Mischung aus Angst und Lust aus - genau das macht den Reiz an diesem Genre aus.  Und das haben sich die Regisseure dieser Filme auch meist ganz groß auf die Fahnen geschrieben, sie möchten neben Angst auch Ekel, Abscheu und Grauen  beim Zuschauer auslösen. Diese Emotionsskala ist charakteristisch für den Horrorfilm. Bis an die Grenzen Der Horrorfilm dringt bis an die Grenzen des Menschlichen, des Erträglichen und der Realität vor.  Das Genre arbeitet dabei mit unerschiedlichen Ängsten. Zum Beispiel der Angst vor Schlangen. Aber auch Ängste, die wir vom Kindesalter her kennen - wie die Angst vor der Dunkelheit - sind ein immer wieder gerne verwendetes Element.  Individuelle Angst Die "Lust am Gruseln" hat viel mit den eigenen Ängsten und dem Umgang mit diesen zu tun. Horrorfilme ermöglichen es, Ängste in einer sicheren Umgebung und in einem zeitlich abgesteckten Rahmen zu erleben - und jederzeit zu unterbrechen. Die Gefühle, die Horrorfilme beim Zuschauer auslösen, sind deshalb sehr individuell. Nicht jeder Zuschauer reagiert gleich stark auf den selben Film. Übersinnlich und realistisch Thematisch lassen Horrofilme sich in zwei Bereiche unterteilen:  Zum einen in übersinnliche und phantastische Erzählungen um Zombies, Vampire, Geister und Dämonen. Zum anderen in durchaus realistische Geschichten um menschliche oder tierische Monstren, die sich durchaus so zugetragen haben könnten. Zahlreiche Subgenres Das Horrorgenre  selbst unterteilt sich in zahlreiche Subgenres, wie beispielsweise Zombie- und Vampirfilme oder Splatter- und Goremovies. Kennzeichnend für das Horrorgenre ist der niemals enden wollende Kampf zwischen Gut und Böse und die Aufhebung der Welt, wie sie der Zuschauer kennt. Charakteristisch ist, dass das "Böse"  im Vordergrund steht und dabei oft sogar Kultcharakter  erwirbt.  Michael Myers ("Halloween") und Jason Vorheers (Freitag, der 13.) können hier als Beispiele genannt werden. Der "gute" Part – also der Held oder Retter – hingegen schafft es oftmals kaum, im Gedächtnis der Zuschauer zu bleiben. Wohl die wenigsten erinnern sich an an Sam Loomis, viele aber an an Norman Bates ("Psycho"). Ursprung in der Literatur Die "Lust am Gruseln" ist übrigens keine Erfindung der Filmindustrie, sondern sie hat ihren Ursprung im 19. Jahrhunderts. Hier wurde der Grundstein für einen großen Teil des Motiv- und Figureninventars sowie der Erzählmuster des Horrorfilms gelegt. So verdankt der Horrofilm seine Thematik und Motive unter anderem den Schauerromanen (Gothic Novels) des 19. Jahrhunderts, Gespenstergeschichten  und Vampirromanen.

Halloween-Special

Am 31. Oktober ist Halloween. Der WochenSpiegel hat sich deshalb ein schaurig-schönes Special ausgedacht. Einen einleitenden Artikel über die Ursprünge von Halloween gibt es hier. In unserer "Es war einmal"-Reihe stellen wir passend zum Fest den Trierer Stadtgeist vor. Einen Beitrag über die Urspünge von Werwolf, Zombie und Co. gibt es hier. Auch eine Übersicht über die gruseligsten Veranstaltungen in Trier haben wir zusammgenstellt. Foto: Fotolia