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Flixbus übernimmt Fernbusgeschäft der Deutschen Post

Der deutsche Fernbus-Marktführer Flixbus übernimmt das Geschäft des Konkurrenten Postbus. Die ersten Linien der Fernbus-Sparte der Deutschen Post sollen ab November in das Flixbus-Netz integriert werden. Das sagte Flixbus-Geschäftsführer André Schwämmlein der Deutschen Presse-Agentur.
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Foto: FlixBus

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Die gelbe Postbus-Marke wird dann mit der Zeit verschwinden. Postbus betreibt derzeit rund 100 Fernbusse. "Wir erwarten durch die Übernahme Umsatzeffekte von 15 bis 20 Millionen Euro." Details zum Kaufpreis nannte Schwämmlein nicht. Mit dem Kauf von Postbus baut das Unternehmen Flixbus seine unangefochtene Marktführerschaft aus. Der Marktanteil in Deutschland steigt von 70 auf 80 Prozent. "Aus zwei Netzen machen wir ein besseres Netz", kündigte Schwämmlein in der "WirtschaftsWoche" an. Derzeit starten Post- und Flixbusse auf bestimmten Relationen nahezu gleichzeitig.

Flixbux hofft auf neue Zielgruppen

"Wir werden die Parallelverkehre reduzieren." Außerdem hofft Flixbus auf neue Zielgruppen. Die Kunden beim Postbus seien im Schnitt etwas älter und kauften Tickets vor allem in den Filialen der Deutschen Post. Preiserhöhungen plant Flixbus nicht. "Die Frage nach höheren Preise bekommen wir seit anderthalb Jahren gestellt", sagte Schwämmlein der "WirtschaftsWoche". Anfang 2015 fusionierte Flixbus mit dem Berliner Wettbewerber Meinfernbus. "Die Preise sind bisher nicht gestiegen und sie werden auch in naher Zukunft nicht steigen", so Schwämmlein. Quelle: Focus