Führungen in Trier: So viele Buchungen wie noch nie

Über 10.000 Führungen im vergangenen Jahr

Trier. Mit einem neuen Rekord blickt die Trier Tourismus und Marketing GmbH (ttm) auf das Karl-Marx-Jahr zurück: 10.094 Führungen vermittelte sie im vergangenen Jahr an Gruppen und Einzelgäste – so viele, wie noch nie seit Beginn der Statistik 1984. Interessant dabei: Trier wird als Destination immer internationaler...

"Mit diesem Ergebnis können wir mehr als zufrieden sein", resümierte Norbert Käthler, Geschäftsführer der Trier Tourismus und Marketing GmbH. "Mit über 10.000 Führungen und rund 200.000 Gästen, die mit uns die Stadt, die Museen und das Umland erkundet haben, haben wir uns als Anbieter von Kultur und Tourismus in Trier etabliert. Die Zahlen zeigen aber auch das große Interesse an guten Angeboten zur Vermittlung von Stadtgeschichte." 

Karl Marx und Kreuzfahrtschiffe sorgen für Zuwachs

Eine fünfstellige Anzahl an Führungen – das gelang zuletzt im Jahr der Landesgartenschau 2004. Doch selbst da lag die Zahl mit 10.034 leicht unter dem Wert von 2018. Im Vergleich zum Vorjahr (8.117 Führungen) steigerte die ttm die Anzahl ihrer Führungsvermittlungen um rund 20 Prozent. Selbst ohne die Führungen zu den Karl-Marx-Ausstellungen (1205 Stück) wären es rund 770 Führungen mehr gewesen. "Damit hatte Marx natürlich einen großen Anteil an dieser positiven Entwicklung. Einen weiteren Faktor haben wir in der erheblichen Steigerung von Führungen für Flusskreuzfahrtschiffe", hält Käthler fest. Tatsächlich: Waren es vor zehn Jahren noch 654 Führungen, die auf diese Gruppe entfielen, waren es 2018 mit 1.449 Führungen mehr als doppelt so viele und gut 25 Prozent mehr als im Vorjahr, ein Effekt der zum Teil aber auch auf das Niedrigwasser auf dem Rhein zurückzuführen ist.  

Juni und September stärkste Monate

Bei den öffentlichen und den Gruppenführungen waren der Juni und der September die mit Abstand stärksten Monate. "Positiv zu vermerken ist jedoch, dass wir in jedem Monat Steigerungen verzeichnen konnten", betont Norbert Käthler. "Für diese Zuwachsraten ist die Qualität unserer Angebote natürlich ein ganz wichtiger Faktor. Die Ausbildung und der jahrelange persönliche Einsatz unserer ca. 150 Stadtführerinnen und Stadtführer sowie unserer Schauspieler hat entscheidend dazu beigetragen, dass Trier zunehmend als Reiseziel gewählt wird." 

Führungen werden immer internationaler

Einen weiteren Trend kann man bei der ttm beobachten: Die Führungen werden immer internationaler. Von den 37 Prozent der Gruppenbuchungen in Fremdsprachen (im Vorjahr 32 Prozent) entfielen die meisten auf Englisch (rund 22 Prozent), gefolgt von Französisch (9 Prozent) und Niederländisch (3 Prozent). Aber auch Japanisch, Finnisch und Chinesisch war 2018 zwischen Porta Nigra und Amphitheater zu hören. Insgesamt bietet die ttm ihre Stadtführungen in 16 verschiedenen internationalen Sprachen sowie in Gebärdensprache an. 

Erlebnisführungen punkten

Auch die Erlebnisführungen mit ausgebildeten Schauspielern konnten 2018 punkten: Sowohl der Zenturio in der Porta Nigra als auch der Gladiator Valerius im Amphitheater und der Baumeister Nubius in den Kaiserthermen waren im vergangenen Jahr deutlich häufiger im Einsatz als in den Vorjahren. Insgesamt fanden die verschiedenen Erlebnisführungsformate 1.144 Mal statt, eine Steigerung zum Vorjahr um gut vier Prozent und der höchste Wert seit ihrer Premiere im Jahr 2004. Diese Entwicklung zeigt auch den Trend zu Formaten, bei denen die Auseinandersetzung mit den historischen Fakten auf unterhaltsame Weise präsentiert wird.

Karl Marx zum Mitgehen

Ein Erfolg war laut ttm auch das neu von Johannes Kram inszenierte Theaterstück zum Mitgehen "Marx! Love! Revolution!". Es war 2018 fast immer ausverkauft und wurde – dank zahlreicher Zusatztermine – insgesamt 46 Mal angeboten.  

RED

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