Gladiators verlieren bei den NINERS Chemnitz

Trier. Kein Auswärtssieg beim Tabellenersten: Die RÖMERSTROM Gladiators haben bei den NINERS Chemnitz mit 99:92 verloren. Die Gastgeber haben damit den 16. Sieg in Folge eingefahren.

Die Rollen in diesem Duell in der BARMER 2. Basketball Bundesliga, sie waren klar verteilt: Der Favorit? Die NINERS Chemnitz, Tabellenführer der Liga, mit einer 15-Spiele-Siegesserie im Rücken. Erst ein einziges Spiel hatten die Chemnitzer vor dieser Partie verloren. Und das ausgerechnet bei den RÖMERSTROM Gladiators Trier, die mit 97:92 am 3. Spieltag die Oberhand behalten hatten. Dennoch gingen die Trierer, immerhin Vierter der Tabelle, nur als Außenseiter in dieses schwere Auswärtsspiel beim Top-Favoriten auf den Aufstieg in die Bundesliga. 

Unveränderte Starting Five

Auch gegen die Chemnitz NINERS hieß die Starting Five der Trierer unverändert Rupert Hennen, Jordan Geist, Kyle Dranginis, Stefan Ilzhöfer und Till Gloger. Und die Partie begann ansehnlich: Beide Mannschaften hatten bereits nach weniger als drei Minuten Spielzeit jeweils 10 Punkte auf dem Konto, bewegten den Ball gut und attackierten konsequent und erfolgreich den Korb. Der Dreier von Kyle Dranginis zum 14:15, gefolgt von seinem Floater zum 14:17 zwangen Chemnitz' Headcoach Pastore zur ersten Auszeit (5. Minute). Trier war gut angekommen, in der Messe Chemnitz. In der Folge gestaltete sich die Partie zwischen dem Ersten und dem Vierten weiterhin eng, war aber beiderseits vermehrt von Ballverlusten und Fehlwürfen geprägt. Beide Coaches wechselten früh und rege, so dass nach zehn Minuten jeweils kein Mitglied der Startformation auf dem Parkett stand. Die RÖMERSTROM Gladiators Trier konnten eine denkbar knappe 22:23-Führung mit in die erste Viertelpause nehmen.

Mehr Fehler auf Trierer Seite

Die gastgebenden NINERS kamen wacher aus der ersten Pause, eroberten in Person von Veteran Ivan Elliott mit einem Drei-Punkt-Wurf die Führung zurück (27:24, 11. Minute). Gedankenschnell hatte der US-Amerikaner den Ball per Steal erbeutet und sofort verwandelt. Es war früh klar, Trier würde hellwach sein müssen, wollte die Mannschaft von Christian Held eine Siegchance haben. Ganz stark auf Seiten der Hausherren zu Beginn: Terrell Harris. Der nordamerikanische Flügelspieler stopfte zum 31:27 ein. Früh im zweiten Viertel nahm Christian Held die erste Trierer Auszeit (33:30, 14. Minute), vor 2.800 Zuschauern. Dennoch konnte Chemnitz in der Folge stets eine knappe Führung behaupten (40:38, 17. Minute). Immer wieder fanden die NINERS ihre offenen Schützen, insbesondere aus der Ecke. Nach einem weiteren Distanztreffer von Ivan Elliont zum 45:38 (18. Minute) musste Christian Held erneut versuchen, den Rhythmus der Gastgeber mit einer Auszeit zu brechen. Chemnitz war bis zu diesem Zeitpunkt die konzentriertere, Trier die kämpferisch stärkere Mannschaft, der aber mehr Fehler unterliefen. Nach einem Dreier von Chase Adams und kurz darauf dem Technischen Foul gegen Rodrigo Pastore, das Jermaine Bucknor mit einem Freiwurftreffer bestrafte, nur noch 48:44 die Führung der NINERS zur Halbzeit.

Highlight für Chemnitz

Nach der Halbzeit direkt das erste Highlight für Chemnitz: Jan-Niklas Wimbert mit dem Dunking zur 50:44-Führung für die NINERS. Doch auch Jordan Geist kam mit großen Plänen aus der Halbzeit – und traf den Pull-Up-Dreier zum 50:49-Anschluss. Nach einem sehenswerten Give and Go allerdings der nächste krachende Dunking von Chris Carter (57:52) und nach einem Trierer Ballverlust direkt ein weiterer erfolgreicher Schnellangriff von Chemnitz (59:52, 23. Minute). Auszeit RÖMERSTROM Gladiators Trier. Doch es kam noch schlimmer, Jordan Geist bekam ein Unsportliches Foul gepfiffen und die Mannschaft aus der ehemaligen DDR kam zu weiteren Punkten (62:52). Eine ganz schwierige Phase für die Gäste. Bis zum Ende des dritten Viertels gelang es den Gladiators nicht, sich wieder heranzukämpfen. Das „And One“ von Till Gloger zum 72:62 (28. Minute) gehörte zu den Positiv-Erlebnissen in diesem Abschnitt. Trier erreichte mit engagierter, wechselnder Verteidigung mehrere Stopps, warf diese Bälle aber zu oft direkt im Anschluss wieder weg. 76:64 die Führung nach dem dritten Viertel für Chemnitz, welches den Spielabschnitt mit 28:20 gewann. Die Gladiators hatten sich bereits 18 Ballverluste geleistet.

Kalte Dusche für Trier

Im Schlussviertel direkt die nächste kalte Dusche für die Gäste: Per Dreier erhöhte Malte Sigurd Jürgen Ziegenhagen auf 15-Punkte-Führung für Chemnitz (79:64). Früh nahm Christian Held die zweite Auszeit in Halbzeit zwei, beim Stand von 84:69 für die gastgebenden NINERS Chemnitz. Kurz darauf dann nochmal Jermaine Bucknor mit Hoffnung von jenseits der Dreierlinie, aus gut acht Metern zum 86:74 (35. Minute). Und dann Jordan Geist, mit dem Layup zum 86:76 – Timeout Chemnitz, nur noch zehn Punkte Rückstand für Trier. Aber die Gladiators hatten am defensiven Brett zu häufig das Nachsehen gegen sehr engagierte Sachsen. Die NINERS zogen erneut davon (94:78, 37. Minute) und behielten zu jeder Zeit die Nerven. Jeden Trierer Fehler nutzte die Mannschaft von Rodrigo Pastore gnadenlos aus. Den Gästen gelang es trotz Kampfes bis zur Schlusssirene nicht, noch einmal entscheidend heranzukommen. 99:92 am Ende das Ergebnis zugunsten der NINERS Chemnitz, die ihren 16. Sieg in Serie feiern konnten.

Nächstes Spiel

Weiter geht es für die Gladiators Trier bereits am kommenden Sonntag. Dann ist die Mannschaft von Christian Held bei den Bayer Giants aus Leverkusen zu Gast. Die Partie in der Ostermann Arena beginnt um 18 Uhr.

Stimme zum Spiel

Jonas Borschel, Assistan Coach Gladiators Trier: "Wir sind ganz gut ins Spiel gekommen und haben offensive wie defensive in unser Spiel gefunden. Ein, zwei Ballverluste haben uns weh getan, auch einige Offensivrebounds für Chemnitz. Sie konnten sich eine kleine Führung zur Halbzeit erarbeiten. Nach der Pause waren wir noch gut im Spiel, aber haben nach zwei, drei Minuten einen Lauf kassiert. Chemnitz hat viel getroffen und uns mit einigen Punkten sehr weh getan. Wir haben dann nochmal eine super Aufholjagd gestartet und sind im vierten Viertel drangeblieben. Chemnitz ist aber eine Mannschaft mit mega Qualität. Sie haben 99 Punkte gegen uns gemacht. Wir sind aber stolz darauf, dass wir so lange mitgehalten haben. Das zeigt, dass wir gegen jeden in der Liga mithalten können. Allerdings müssen wir aus unseren Fehlern lernen und weiter hart arbeiten. Wir hatten heute zu viele Ballverluste und haben zu viele gegnerische Offensivrebounds abgegeben, weshalb wir das Spiel nicht gewinnen konnten."

Statistik

  • Für Trier spielten: Chase Adams (13 Punkte), Kyle Dranginis (13), Jermaine Bucknor (11), Rupert Hennen (4), Lucien Schmikale (0), Kilian Dietz (4), Thomas Grün (5), Stefan Ilzhöfer (1), Jordan Geist (18) und Till Gloger (23).
  • Beste Werfer NINERS Chemnitz: Terrell Harris (20 Punkte), Malte Ziegenhagen (13), Luis Jonas Richter und Ivan Elliott (jeweils 12)

RED

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