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Gladiators bleiben auswärts ungeschlagen – Sieg in Nürnberg

Trier. Auch die Nürnberg Falcons konnten die Auswärtsserie der RÖMERSTROM Gladiators Trier nicht beenden. Nach einer überzeugenden Partie gewannen die Moselstädter am gestrigen Sonntag verdient mit 81:61. Top-Scorer war Till Gloger mit 12 Punkten.

Nicht nur sportlich war das Spiel der Nürnberg Falcons am Sonntag eine Herausforderung für die Gastgeber aus Mittelfranken, sondern auch logistisch. Aufgrund von Baumängeln hatte die Stadt eine Nutzung der eigentlichen Heimspielstätte der Falken untersagt. Ein zur Basketballarena umgebautes Eventzelt dient deshalb ab sofort als neues "Falkennest". Keine einfachen Voraussetzungen für die Gladiatoren, bei denen Johannes Joos wieder auf dem Parkett stehen konnte. 

Gladiators zeigen selbstbewusste Leistung

Doch diese Herausforderung meisterte das Team von Christian Held mit Bravour. Von Beginn an zeigten die Gäste eine konzentrierte und selbstbewusste Leistung. Der Coach der Gladiators hatte vor der Partie von seinen Spielern gefordert den Ball schnell nach vorne zu treiben, mit gutem Teambasketball zum Abschluss zu kommen. Genau das setzte das Team rund um Kapitän Simon Schmitz sehr gut um. Mit schnellen Pässen überspielten sie ein ums andere Mal die Nürnberger Abwehr, fanden so den freien Mann und vollendeten sicher zu einfachen Punkten. Immer wieder kamen die Gladiatoren so zum Abschluss. Doch auch die schweren Dinger gingen rein: So zum Beispiel bei Lucien Schmikale, der aus der Ecke mit Hand im Gesicht mit Ablauf der Shotclock den Dreier versenkte und so auf das Viertelergebnis 16:23 aus Sicht der Gastgeber stellte.

Zweites Viertel läuft noch besser

Das zweite Viertel lief noch besser. Die Verteidigung der Trierer stand und ließ fast vier Minuten keine Punkte zu. Mit einem 13:0-Lauf zu Beginn des Spielabschnitts waren die Falcons schnell abgeschlagen. Das Team von Headcoach Ralph Junge steckte dabei aber zu keinem Zeitpunkt auf und kämpfte sich immer wieder rein in die Partie. Doch Trier war in der ersten Halbzeit in allen Belangen zu sicher. Zur Pause hatten die Falcons schon zehn Turnover und mussten sich auch bei den Rebounds geschlagen geben (19:24). Vor allem ein Trierer machte im zweiten Viertel auf sich aufmerksam: Big Men Kilian Dietz sammelte selbst acht Punkte und war offensiv wie defensiv ein Anker unter dem Korb. Immer wieder stellte er wichtige Screens, setzte seinen Körper ein um sich Rebounds zu angeln oder den Weg für seine Teamkollegen frei zu blocken. Auch dank ihm gelang es den Gladiatoren jetzt sich abzusetzen. Mit 26:44 ging es in die Pause.

Gladiators geben Führung nicht aus der Hand

Fast 20 Punkte vorne zur Halbzeit - Da war doch was? Nicht wenige mussten an die letzte Heimniederlage der Trierer gegen Tübingen denken, bei der die Gladiators eine komfortable Führung zur Pause noch aus der Hand gegeben hatten. Doch diesmal ließen die Moselstädter nach der Halbzeit keinen Zweifel daran aufkommen, wer das Parkett als Sieger verlässt. Die Gladiatoren standen hinten weiter stabil, ließen wenig zu und trafen selbst wichtige Dreier, die weiter Selbstvertrauen und Stabilität gaben. Vor allem zwei übernahmen in dieser wichtigen Phase Verantwortung: Jermaine Bucknor und Kelvin Lewis. Die beiden Nordamerikaner verzeichneten wichtige Ballgewinne und trafen aus der Distanz, sodass Trier auch das dritte Viertel deutlich gewann (41:65).

Im letzten Viertel dann ließen die Gladiatoren nichts mehr anbrennen. Zwar kämpfte Nürnberg sich nochmal ran und konnte 20 Punkte in den letzten zehn Minuten erzielen, doch Trier hatte die Partie bis zuletzt im Griff und ging so als verdienter Sieger vom Nürnberger Parkett.

Kommende Spiele

Nun wartet am kommenden Mittwoch bereits das nächste Top-Spiel auswärts gegen die Hamburg Towers auf die Gladiators Trier, bevor dann am Sonntag die Uni Baskets Paderborn in der Arena Trier erwartet werden. Tickets für das Heimspiel am 25. November 2018 um 17:00 Uhr gibt es auch beim WochenSpiegel.

Stimme zum Spiel

Christian Held: "Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft, weil wir gegen ein Team gewonnen haben, das bis zur letzten Sekunde gefightet und nie aufgegeben hat. Wir haben das Spiel trotzdem zu keinem Zeitpunkt aus der Hand gegeben, hatten immer die Kontrolle. Wir haben das Tübingen-Spiel analysiert, unsere Schlüsse daraus gezogen und die richtige Antwort gegeben. Darüber hinaus will ich Nürnberg beglückwünschen dazu, dass sie das Spiel in der Art und Weise und unter den Umständen möglich gemacht haben. Das war keine einfache Situation und da haben sie einen Riesenjob gemacht."

Statistik

Kelvin Lewis (11), Kevin Smit (3), Jermaine Bucknor (11), Rupert Hennen (4), Lucien Schmikale (4), Kilian Dietz (8), Simon Schmitz (11), Thomas Grün (10), Luka Buntic, Till Gloger (12), Johannes Joos (5).

RED

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