Gladiators: Früher dreistellig als im Vorjahr

Trier. Den Eisbären in den nördlichen Polarregionen geht es schlecht, den Eisbären im nördlichen Deutschland geht es gut: Die nach den weißen Raubtieren benannten Bremerhavener Basketball-Profis bauten in ihrem vierten Zweitliga-Spiel 17 Dreier und den vierten Sieg. Opfer waren dabei die Gladiators, die auf ihrer allerersten Tour an die Nordseeküste mit 84:104 unterlagen.

Gladiators-Trainer Christian Held wies schon unmittelbar nach dem 97:92-Sieg gegen Chemnitz darauf hin, dass die Bremerhavener zwischen ihrem dritten und vierten Auftritt einen Tag mehr Pause und zur Vorbereitung hätten als die Trierer. Künftig wird es da noch fettere Ungereimtheiten geben. Zum Beispiel, wenn eines der 17 Liga-Mitglieder notgedrungen am Freitag spielfrei ist, während sein Sonntags-Gegner auch am Freitag im Einsatz war.                                               

Zurück zur Gegenwart: Um nicht auch noch während des Spiels die lange Anfahrt in den Knochen zu haben, reisten die Gladiators schon am Vortag, also Dienstag, zu einem der nördlichen Ränder der Republik. Dort kennen sich manche Menschen mit großen Netzen aus, andere mit kleinen Netzen. Letztere sollen und wollen frühestmöglich zurück in die Erste Liga, scheinen stark genug dafür und sind auf Kurs. Die Trierer waren zumindest im Hinspiel nicht stark genug, um für eine Kursabweichung zu sorgen.     

Besagter Unterschied bei den Pausenlängen spielte für den Spielverlauf keine Rolle, sehr wohl hingegen die Tatsache, dass die Moselaner im ersten Viertel 20 (!) gegnerische Punkte mehr zuließen als auf der ersten Saisonreise. Da war es dann nicht verwunderlich, dass ein 53:58-Rückstand aus Gladiators-Sicht das schönste Zwischenresultat des Abends darstellte. Doch die neue Hoffnung verabschiedete sich, kaum dass sie ins Bewusstsein gerückt war - 53:68. So entstand schließlich eine unwillkommene Dreistelligkeit, und zwar kalendarisch sechs Wochen früher als im Vorjahr, dessen 21. November das 62:108-Debakel der Trierer in Hamburg beinhaltete.                    

Am nächsten Sonntag (17 Uhr) gibt es eine Neuheit: schon in der ersten Oktober-Hälfte das dritte Gladiators-Heimspiel der Saison. Eine Rarität stellte natürlich auch das Faktum "Mehr als 180 Korbpunkte in der Trierer Arena" dar. Vor dem 6. Oktober 2019 war dies zuletzt am 24. April 2018 der Fall, als die Crailsheim Merlins sich im Playoff-Rahmen und zweiten Halbfinal-Spiel mit 103:90 durchsetzten. An diesem Tag ergab sich auch der bis heute gültige Zuschauer-Rekord 5211.                        

Statistik des Tages

  • Viertel-Separation vom 9. Oktober 2019 aus Gastgeber-Sicht:  37:23,  18:15,  20:19,  29:27. 
  • De Beteiligten bei und direkten Beteiligungen an den 84 Gladiators-Korbpunkten, jeweils in der ersten und zweiten Halbzeit (alphabetische Reihenfolge):  Bucknor 3+3,  Dranginis 5+0,  Geist 4+10,  Gloger 10+13,  Grün 2+2,  R.Hennen 5+5,  Ilzhöfer 2+3,  Schmitz 2+5,  Schmikale 0+0,  Smit 5+5.        
  • Die ehemaligen Trierer Anthony Canty (10) und Oliver Clau (2) trugen ein Dutzend zu den Korbpunkten Nr. 265 bis 368 des neuen Tabellenführers bei.        
  • Die erfolgreichsten fünf Gladiators-Korbschützen nach vier Saisonspielen:  Geist 84,  Bucknor 57,  Gloger 53, Dranginis 36,  Schmitz 32.
  • Die Mannschaft hat 45 Korbpunkte mehr zustandegebracht als vor einem Jahr in den ersten 160 Spielminuten (349:304). Das ist eine Steigerung mit einem immerhin zweistelligen Prozentwert. Bei den gegnerischen Zählern sind es jetzt allerdings sogar 61 mehr als vor der fünften Saisonpartie 2018/19. 

BS  

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