Gladiators: Guter Geist beim 124:74

Trier. Der luxemburgische Erstligist AB Contern unterlag den RÖMERSTROM Gladiators mit 74:124.

Von Bernd Schneider      

Luxemburg ist nicht Belgien, das Niveau in allen Sportarten in dem kleineren Land niedriger  Die Mannschaft aus dem Nachbarland forderte die Trierer Basketball-Profis deshalb weniger, als VOO Lüttich sie gefordert hätte. Doch die Belgier sagten zwei Tage vor dem Treffen ab, und es war fast ein Wunder, dass die Gladiators-Verantwortlichen so spät überhaupt noch Ersatz fanden. Anders gesagt: Testspiele des rheinland-pfälzischen Zweitligisten im schmucken Wittlicher Eventim bewegen sich mittlerweile bereits zwischen Standard und Tradition, doch deren Fortsetzung hätte beinahe ausfallen müssen. Diesmal fand das relativ anspruchsvolle Sportereignis exakt vier Wochen vor dem Zweitliga-Start der Schützlinge von Trainer Christian Held statt.                                  

Wie groß der Werbeeffekt für das Saisonpremiere-Geschehen am 21. September in der Trierer Arena war, muss jeder der 370 Zuschauer in der Säubrenner-Stadt für sich selber beurteilen (wenn er will). Jedenfalls gingen die Gladiatoren sehr konzentriert zu Werke, obwohl der Gegner nicht mithalten konnte (34:49 Rebounds) und die Temperatur nicht gerade leistungsfördernd war. Die kämpferische Einstellung gebar sogar einen Rekord: So viele Bodenkämpfe um den Ball praktizierten die Gladiators nie zuvor seit ihrer Gründung. Stichwort kämpferisch: Der einzige Neuzugang lässt auf diesem Gebiet nichts zu wünschen übrig. Zudem hat Jordan Geist einen guten Blick für pfiffige Pässe. Kapitän Simon Schmitz findet sogar: "Da haben wir einen Spielertyp hinzubekommen, wie wir ihn noch nicht hatten."  Generell setzt Schmitz auf eine verbesserte Defensivtaktik (mehr Vorwärtsverteidigung) und auf die Erfahrung des Teams gerade in der bisherigen Zusammensetzung. Wobei der leicht verletzte Stefan Ilzhöfer wegen Schonung fehlte.

Die unterlegenen Luxemburger waren spielerisch nicht übel, aber zusätzlich im Nachteil dadurch, dass sie nur acht einsatzfähige Akteure aufbieten konnten (Trier elf). James Demery und der überragende Karrington Ward, die je 24 Korbpunkte erzielten, wurden kein einziges Mal ausgewechselt. Erffolgsmäßig übertroffen wurden die Männer mit den Nummern 8 und 14 von Gladiator Lucien Schmikale 30 (inklusive vier Dreier).                             

Fazit: Die sehr guten Wittlicher Organisatoren hätten einen Spielausfall nicht verdient. 

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