Gladiators: Nächster Doppelspieltag steht an

Trierer müssen in Hagen auf Top-Scorer Geist verzichten

Trier. Der März bringt den nächsten Doppelspieltag: Die RÖMERSTROM Gladiators zunächst bei Phoenix Hagen und dann am Sparkasse Trier-Spieltag zuhause gegen die Nürnberg Falcons BC ran. Beim Auswärtsspiel werden die Trierer auf Aufbauspieler Jordan Geist verzichten müssen. Der Top-Scorer wurde nach einem Zwischenfall beim Spiel in Jena gesperrt.

Nach dem Thriller mit dem sehr bitteren Ende am Sonntag in Jena, geht es bereits am Freitagabend weiter für die Profis der Gladiators Trier: Dann gastiert die Mannschaft um 20 Uhr bei Phoenix Hagen, in der Krollmann-Arena. Die Vorzeichen, sie könnten besser sein. Nicht nur, dass Trier in Jena aufgrund der umstrittenen Niederlage mit der Schlusssirene eine demoralisierende Niederlage hinnehmen musste. Auch das Hinspiel gegen Hagen – der fünfte Spieltag der Saison 2019/2020 – ging verloren für die Trierer, die sich in der heimischen Arena mit 81:85 geschlagen geben mussten. Damals die Topscorer im Team von Headcoach Chris Harris: Jannik Lodders (18 Pkt), Niklas Geske, Joel-Sadu Aminu und Adam Pechacek (14 Pkt).  

Phoenix in Playoff-Lauerstellung

Über die Saison gesehen sind neben den Genannten auch Kyle Leufroy (14,3 Pkt, 3,4 Reb, 3,0 Ast, 41,9% Dreier), Veteran Dominik Spohr (13,3 Pkt, 41,2% Dreier) und der nachverpflichtete Jonathan Wesley Octeus (12,3 Pkt, 6,2 Reb, 4,7 Ast) die verlässlichsten Stützen im Kader von Phoenix Hagen. "Das ist eine Mannschaft, mit der in den Playoffs zu rechnen ist", war sich Triers Headcoach Christian Held entsprechend früh in der Saison sicher. Und auf dem aktuell neunten Tabellenplatz liegt die Mannschaft von Chris Harris nach wie vor in direkter Playoff-Lauerstellung – mit nur einem Sieg weniger als die Trierer vor Beginn des Doppelspieltages. 

Trier gastiert bei abgezockter, athletischer Mannschaft

Trier gastiert bei einer abgezockten, athletischen Mannschaft, die viele Spieler in ihren Reihen weiß, die aus der Distanz hochprozentig treffen. Keine leichte Aufgabe, zumal in fremder Halle, wie auch Assistant Coach Jonas Borschel weiß: "Nach den turbulenten vergangenen Tagen ist unser Fokus jetzt voll auf Hagen. Seit Dienstag bereiten wir uns auf sie vor. Hagen ist sicherlich eine der schwierigsten Auswärtshallen. Es ist immer voll dort, immer laut, macht immer Spaß, dort zu spielen. Wir müssen also körperlich, aber auch mental zu 100 Prozent anwesend sein. Wir gehen aber mit Zuversicht rein, weil wir ein tolles Spiel gegen Jena gemacht haben. Was wir dort gezeigt haben, stimmt uns optimistisch für das Hagen-Spiel."

Zwei Tage später geht es gegen Nürnberg weiter

Und schon zwei Tage später geht es dann gegen Nürnberg weiter, weshalb Borschel sagt: "Nach diesem Spiel geht es so schnell wie möglich nach Hause, ab ins Bett. Am Samstag werden Christian Held und ich besprechen, was wir am Abend im Training an Video von Nürnberg zeigen. Natürlich trainieren wir dann nur leicht und moderat, um in unserem Heimspiel am Sonntag so viel Kraft wie möglich zu haben. Nach fast vier Wochen ohne Heimspiel freuen wir uns, endlich wieder zuhause zu spielen. Die Fans werden wir brauchen, zahlreich und laut. Nur mit ihnen können wir ein gutes Spiel gegen Nürnberg machen und sie idealerweise schlagen."

Erster Tip-Off in Hagen ist am Freitag um 20 Uhr, wie üblich wird die komplette Partie auf Airtango übertragen.

Nach Hagen kommt Nürnberg

Bereits am Sonntag geht die Saison für die Gladiators Trier weiter. Präsentiert von der Sparkasse Trier ist dann das Spitzenteam der Nürnberg Falcons zu Gast in der Arena Trier. An das Hinspiel in Franken hat die Mannschaft von Headcoach Christian Held keine allzu guten Erinnerungen: Furios starteten die Gladiators in Nürnberg in die Partie, führten nach dem ersten Vierteil mit 15:28 – nur um am Ende dennoch mit 91:79 zu verlieren. Zu viele Unachtsamkeiten und eine indiskutable Leistung in der zweiten Halbzeit kritisierte Christian Held damals, im November 2019. In den folgenden Monaten stabilisierten jedoch beide Mannschaften ihren Status als Playoff-Kandidaten. Trier belegte zuletzt den siebten, Nürnberg den achten Tabellenplatz. Und das obwohl die Franken bereits einen empfindlichen Punktabzug haben hinnehmen müssen: Aufgrund des Verstoßes gegen Liga-Auflagen mussten die Falken im Januar den Abzug von vier Wertungspunkten (entspricht zwei Siegen) verdauen und rutschten dadurch in der Tabelle mehrere Plätze nach unten. Wie stark die Mannschaft von Headcoach Ralph Junge ist, zeigt schon der Umstand, dass die Franken trotz des Punktabzuges (wieder) einen Playoff-Platz beanspruchen.

"Nürnberg ist eine unglaublich ausgeglichene Mannschaft"

Erfolgsgaranten in Ralph Junges Kader sind insbesondere US-Amerikaner Duane Wilson (18,8 Pkt, 4,3 Ast, 1,7 St, 40,3% Dreier), einer der besten Guards der gesamten Liga, sowie Stepan Haukohl (11,6 Pkt, 5,8 Reb), Moritz Sanders (10,0 Pkt, 3,7 Reb) und Jonathan Maier (9,6 Pkt, 5,7 Reb) – und das ist nur eine Auswahl von Namen. Denn "Nürnberg ist eine unglaublich ausgeglichene Mannschaft", weiß auch Christian Held, Headcoach der Gladiators Trier. "Sie haben viele Waffen im Angriff, sind schwierig zu spielen. Im Angriff versuchen sie sehr clever, Mismatches zu attackieren. Sie spielen wohlüberlegt, geduldig, wissen was sie machen wollen. Sie bringen viel Ruhe rein und produzieren entsprechend wenige Turnover.“ Nicht nur offensiv, auch defensiv flößen die Falcons den Trierern viel Respekt ein. "Ähnlich wie im letzten Jahr ist Nürnberg eine Mannschaft, die extrem hart und physisch verteidigen möchte. Sie nutzen ihre Fouls, setzen sie immer clever ein. Die Jungs, die dort viele Minuten spielen, haben immer drei, vier Fouls im Schnitt. Damit müssen wir umgehen können", sagt Triers Trainer Held und mahnt: "Nur wenn wir hellwach sind, werden wir dieses Heimspiel gewinnen können."

Das Spiel gegen die Nürnberg Falcons BC beginnt um 17 Uhr, Einlass ist ab 15.30 Uhr. Tickets für das Heimspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga sind in unserer Geschäftsstelle in der Arena Trier und auch beim WochenSpiegel. Übertragen wird die Partie außerdem auch im Livestream von Airtango. 

+++ Jordan Geist für Spiel gegen Hagen gesperrt +++

Nach der Schlusssirene der Partie Trier gegen Science City Jena am vergangenen Sonntag hatte Jordan Geist eine kurze Auseinandersetzung mit seinem Gegenspieler Julius Wolf. Wolf wurde dabei von Geist mit dem Spielball im Gesicht getroffen. Auslöser der Aktion war, dass Wolf zuvor Jordan Geist mit einer Geste provoziert hatte. Nach der Kenntnisnahme von Stellungnahmen aller Beteiligten sowie der Schiedsrichter und der Sichtung von Videomaterial kam die Liga zu dem Schluss, Jordan Geist wegen einer Tätlichkeit in einem minderschweren Fall mit einem Spiel Sperre sowie einer Geldstrafe zu belegen.

Achim Schmitz, Geschäftsführer der Gladiators Trier: "Die Strafe für Jordan ist extrem ärgerlich, zumal wir sie aus unserer Sicht nicht isoliert von Spielverlauf und -ausgang betrachten können.  Endet dieses Spiel anders, kommt es niemals zu dieser Reaktion unseres Spielers. Generell haben uns in der Kommunikation mit den Verantwortlichen der 2. Basketball Bundesliga zum Spiel am Sonntag in Jena einige Dinge irritiert. Wir haben uns in der Zwischenzeit mit Verantwortlichen von anderen Klubs in der Liga über den Spielausgang unterhalten. Wir hoffen für die Zukunft auf einen transparenteren Umgang und Verbesserungen in der Beurteilung solcher spielentscheidenden Situationen wie dem Siegtreffer von Jena. Trotz allem Ärger über den Spielausgang, den wir auch nach mehrmaliger Prüfung von Bild- und Bewegtbildmaterial nicht nachvollziehen können. Da die Tatsachenentscheidung ausfiel wie sie ausfiel, wollen wir uns jetzt voll auf die anstehenden Aufgaben konzentrieren: Mit dem Fehlen von Jordan Geist wird die Aufgabe in Hagen am morgigen Abend noch schwerer als ohnehin schon. Unser Fokus liegt jetzt auf Hagen und dem dann folgenden Heimspiel gegen Nürnberg am Sonntag. Über die Ereignisse in Jena und die Folgen für Entwicklung und Professionalität der Liga sollten wir zu einem geeigneten Zeitpunkt mit allen Klub- und Liga-Verantwortlichen noch einmal sprechen."

RED

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