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Gladiators: Mit Auswärtssieg ins Halbfinale

Größter Triumph mit viertkleinster Zahl

Trier. Das war schöner als der schönste Geburtstag: Per 69:65-Triumph in Heidelberg, der ein Viertelfinal-3:2 bedeutete, qualifizierten sich die Römerstrom Gladiators für mindestens drei Halbfinal-Partien gegen Crailsheim. Deren erste findet am Samstag in Crailsheim statt. Das erste Playoff-Heimrecht gegen den Hauptrunde-Zweiten aus der 35000-Einwohner-Stadt unweit von Stuttgart praktizieren Triers Basketball-Profis dann am nächsten Dienstag (24. April), das zweite würde am letzten April-Sonntag stattfinden.

Von Bernd Schneider

Die MLP Academics Heidelberg haben viel weniger Fans als die Gladiators Trier. Von der später komplettierten der beiden Halbfinal-Serien sind also mehr Sportfreunde betroffen, als wenn die Trierer in Heidelberg ausgeknockt worden wären. Stattdessen hatten die Moselaner nach fünf vergeblichen Versuchen, in Heidelberg zu gewinnen, beim sechsten und wichtigsten Anlauf Erfolg. Die jetzt interessantesten Rückblick-Resultate aus der Hauptrunde 2017/18:  am 14. Oktober bzw. am 27. Dezember CR-TR 101:82 und TR-CR 76:70. 

Es fing nicht gut an        

Wie unter anderem beim Public Viewing in Trier zu sehen, fing es für die Gladiators nicht gut an: Der ersten Führung (14:13) folgte eine 0:10-Periode, und schon befand man sich wieder mal in der Nähe eines zweistelligen Rückstandes. In der Halbzeitpause war der MLP-Vorsprung dann allerdings bereits kleiner als zwei Tage zuvor in Trier zwischen dem zweiten und dritten Viertel (34:31 statt 48:44). Wichtigerer Unterschied zum Montag: In der zweiten Halbzeit gab es nur noch einen bedeutungslosen Rückstand für die Trierer (57:58), die 66 Sekunden vor Schluss mit 66:60 führten. Als es 38 Sekunden danach eng wurde (66:65), setzten der weit herausragende Jermaine Bucknor und Justin Alston per Freiwürfe die letzten Stiche. Der 34-jährige Bucknor war bei 36 der 40 Spielminuten unmittelbar beteiligt und bewerkstelligte sage und schreibe elf Rebounds.        

Statistik                

• Bei den zwei Playoff-Spielen in Trier wurden insgesamt 5678 Zuschauer gezählt. Bei den drei Spielen in Heidelberg waren es in der Summe mehr als 20 Prozent weniger.                             

• Die Viertel vom 18. April in der Separat-Betrachtung (aus Gastgeber-Sicht):  23:14,  11:17,  15:20,  16:18. 

• Die Beiträge(r) zu den 69 Korbpunkten der Gladiators und die anderen eingesetzten Spieler:  Alston 21 (zum sechsten Mal Topscorer),  Bucknor 18,  Joos 6,  Schmikale 6,  Schmitz 6,  Dranginis 5,  Smit 3,  Grün 2,  Shoutvin 2,  Hennen 0,  Nortmann 0.         

• Die bisher erfolgreichsten fünf Gladiators-Korbschützen im Playoff 2018:  Alston 91,  Schmitz 71,  Bucknor 68,  Schmikale 45,  Shoutvin 38.                     

• Die erfolgreichsten fünf Gladiators-Korbschützen nach 35 Saisonspielen:  Bucknor 421,  Schmitz 371,  Joos 359,  Dranginis 320,  Shoutvin 267.              

• Kurios: Triers 20. und bedeutsamster Saisonsieg wurde mit der viertkleinsten von 35 abschließenden Korbpunktezahlen gestemmt. Lediglich bei den Niederlagen in Köln (60), in Chemnitz (65) und daheim gegen Hagen (68) waren es weniger. Innerhalb der nunmehr 16 Playoff-Spiele (je acht Siege und Niederlagen) blieben die Gladiators sechsmal unterhalb von 70.  Foto: Photogroove                  

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