Glosse: Mein Traumauto Tom

Trier. Vielleicht schon bald wird das Auto aus dem Schatten des Sächlich-Seins heraustreten und das Steuer selbst in die Hand nehmen. Wenn ich morgens aus dem Haus komme, weiß Tom - so hat er sich mir bei unserer ersten Fahrt vorgestellt - schon, dass ich kalte Füße haben werde.

Er wird die Heizung auf 23 Grad stellen und mich von unten herauf erwärmen.  Begierig nimmt er meine Gewohnheiten auf. Er weiß, wo ich am liebsten shoppe und wo all meine Freunde wohnen. Und zwischendurch liest er mir die wichtigsten Nachrichten vor. Habe ich mal schlecht geschlafen, erweckt er mich mit einem unwiderstehlichen Duft und einer kleinen Gabe an Sauerstoff zu neuem Leben während Gloria Gaynors „I will survive“ mir neuen Mut macht.

Und nach Feierabend fährt er mich zu meinen Lieblingsitaliener, wo er bereits einen Tisch reserviert und mein Lieblingsessen bestellt hat. Ach ja, und selbstverständlich hat er auch meine beste Freundin angerufen und ihr vorgeschlagen, ebenfalls zum Italiener zu kommen…

Traum oder bald schon schöne Wirklichkeit?

Euer
Spieglein


spieglein@tw-verlag.de

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