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Hygiene steht bei Wiederöffnung der Schulen im Blickpunkt

Nach wochenlangen "Corona-Ferien" öffnen die Schulen nun wieder – allerdings nur für Schüler der Abschlussklassen und qualifikationsrelevante Jahrgänge, die im nächsten Schuljahr Prüfungen ablegen, sowie die letzte Klasse der Grundschulen. Besonders im Fokus steht bei die Hygiene.
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Foto: Symbolbild/Pixabay

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Erster Schritt zur Normalität in der Corona-Krise für Familien: Am Montag, 27. April, beginnen für mindestens 1500 Schüler in der Prüfungsvorbereitung beziehungsweise in Abschlussklassen der Berufsbildenden Schulen und des Friedrich-Spee-Gymnasiums wieder der Schulalltag. Die zweite Runde beim schrittweisen Neustart fällt dann am Montag, 4. Mai schon wesentlich größer aus: Dann gehen unter anderem zahlreiche weitere Kinder und Jugendliche in den vierten Klassen der Grundschule, in der Jahrgangsstufe 11 und in den neunten und zehnten Klassen der Realschulen plus an den Start. Das gilt außerdem in den G 9-Gymnasien: Jahrgangsstufen 12 und 11 sowie Klassenstufe 10. In der IGS sind das die Jahrgangsstufen 11 und 12 sowie die neunte und zehnte Klassenstufe.

Unterricht wird geteilt

Die Abläufe unterscheiden sich aber erheblich vom Gewohnten: Weil natürlich auch in den Schulen ein Mindestabstand von 1,50 Meter, auch zwischen Schultischen, einzuhalten ist, reicht der Platz in den Klassenräumen nicht aus. Zudem soll verhindert werden, dass es zu Warteschlangen und Ansammlungen vor den Toiletten, auf dem Schulhof und in den Bussen kommt. Daher werden nach Angaben von Bürgermeisterin Elvira Garbes ab 4. Mai die Klassen geteilt: Der Unterricht findet jeweils im wöchentlichen Wechsel vor Ort und im Home-Schooling statt.

Notfallkoffer auf den Weg gebracht

Allerspätestens seit Einführung der Maskenpflicht im rheinland-pfälzischen Einzelhandel und ÖPNV sorgt dieses Thema auch bei den Schulen für intensive Debatten. Die Landesregierung schenkt allen Kindern, die am 4. Mai starten, eine wiederverwendbare Alltagsmaske. Zudem wurde Mitte vergangener Woche ein "Notfallkoffer" auf den Weg gebracht. Davon holte die Freiwillige Feuerwehr Olewig 16.300 Masken und 2700 Liter Desinfektionsmittel nach Trier. Sie werden in Etappen auf dem Betriebshof der Stadtreinigung von den Hausmeistern mit Unterstützung von Kollegen aus mehreren städtischen Ämtern an die Schulen verteilt. Sie sind gedacht für Fälle, wenn Eltern eine Maske oder Desinfektionsmittel vergessen haben. Aber selbst, wenn doch nicht sofort eine Maske bereitliegen sollte, reagiert die Stadt nach Aussage von Schuldezernentin Garbes flexibel: "Wir lassen kein Kind stehen."

Gründliche Hygiene vorgeschrieben

Das vor Ort mit Unterstützung der Gebäudewirtschaft Trier umgesetzte Hygienekonzept des Landes enthält viele weitere Vorgaben: Bei bestimmten Symptomen (Fieber, trockener Husten, Atemprobleme, Verlust Geschmacks-/Geruchssinn, Hals und Gliederschmerzen) sollten Lehrer und Schüler auf jeden Fall zu Hause bleiben. Vorgeschrieben ist außerdem eine gründliche Handhygiene, Türklinken und Fahrstuhlknöpfe sollen möglichst nicht mit den Händen, sondern mit dem Ellenbogen berührt werden. Verschärfte Vorgaben gelten für die Reinigung der Gebäude, auf der in der Schulpause ein Schwerpunkt der Gebäudewirtschaft lag. Wichtig ist außerdem die regelmäßige Stoßlüftung in den Klassen.

Stadtbusverkehr ab 4. Mai

Der Neustart des Schulbetriebs hat Auswirkungen auf den Busverkehr. Mit der Erweiterung auf den Ferienfahrplan seit Montag vergangener Woche ist dieser schon auf den anlaufenden Schulbetrieb vorbereitet. Zum 4. Mai wird das Angebot wieder auf den vollen Schülerverkehr hochgefahren. Dann gehen die Zusatzfahrzeuge und die Schulbuslinien (mit 50er Nummern) wieder in Betrieb. Mit Ausnahme der Linien 13, 14 und 16 ist der Verkehrsbetrieb dann wieder auf dem alten Stand. Die Schulen spielten auch eine zentrale Rolle in der zweiten Online-Sprechstunde, die OB Wolfram Leibe am Freitagabend über sein Facebook-Portal anbot und die erneut im OK 54 übertragen wurde. RED/PA