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IHK: Leistungsfähige Breitbandanbindungen fehlen

Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat mit ihrem "Dialogpapier" den Grundstein zu seiner Digitalisierungsstrategie gelegt. In den kommenden Monaten sollen alle Akteure und eine breite Öffentlichkeit in die Ausarbeitung einbezogen werden. Aus Sicht der rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) ist dieses Vorgehen ein Schritt in die richtige Richtung.
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Foto: Symbolbild/Archiv

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Entscheidend für die weitere Digitalisierung der Wirtschaft ist jedoch, dass Unternehmen hochleistungsfähige Internetverbindungen nutzen können. Und genau hier bestehen aus Sicht der IHKs landesweit noch große infrastrukturelle und organisatorische Defizite. Nicht allein, dass es an den entsprechenden technischen Verbindungen fehlt, Unternehmen fühlen sich zudem von den Landesbehörden häufig alleingelassen in ihren Bemühungen um einen leistungsfähigeren Anschluss. "Die Frage, wo wir in Rheinland-Pfalz in diesem für die Zukunftsfähigkeit entscheidenden Bereich hinwollen und wie wir dahin kommen, muss beantwortet werden", sagt Nicole Rabold, breitbandpolitische Sprecherin der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. Digitalisierung der Wirtschaft setze eine sichere, stabile und leistungsfähige Breitbandanbindung voraus.

Konkrete Planung steht noch aus

Die derzeitigen Ausbaubemühungen nehmen aus Sicht der IHKs auf die Bedürfnisse der Unternehmen aber noch viel zu wenig Rücksicht. "Gewerbegebiete müssen mit Glasfaser bis ins Haus versorgt werden, damit der Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz attraktiv bleibt", so Rabold. "Die Landesregierung hat zwar die Absicht erklärt, Gewerbegebiete mit Glasfaser auszubauen. Eine konkretere, nachvollziehbare Planung ist sie bislang jedoch schuldig geblieben. Ohne eine solche leistungsfähige Breitband-Infrastruktur besteht die beste Digitalisierungsstrategie nur auf dem Papier."