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IHK-Umfrage: Regionale Industrie macht gute Geschäfte

Die Unternehmen in der Region Trier sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage überwiegend zufrieden und blicken auch leicht optimistisch in die Zukunft. Einer überdurchschnittlich guten Branchenkonjunktur erfreuen sich die Industriebetriebe. Das meldet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier unter Berufung auf ihre aktuelle Konjunkturumfrage. An der Befragung haben sich 165 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungswirtschaft mit etwa 14.800 Beschäftigten beteiligt.
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Foto: Symbolbild/Archiv

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92 Prozent der regionalen Betriebe berichten von guten oder zumindest befriedigenden Geschäften. Nur acht Prozent beklagen einen schleppenden Geschäftsverlauf. Ein gutes Drittel der Befragten konnte in den vergangenen zwölf Monaten die Umsätze steigern; nur jeder Fünfte musste Umsatzrückgänge hinnehmen.  "Die gute aktuelle Geschäftslage, die leicht optimistischen Geschäftserwartungen und die solide Industriekonjunktur stärken das Investitions- und Beschäftigungsengagement der regionalen Wirtschaft. Der Konjunkturaufschwung wird sich voraussichtlich im Jahr 2017 in moderatem Tempo fortsetzen. Es werden auch weiterhin neue Arbeitsplätze durch die regionalen Unternehmen geschaffen", prognostiziert IHK-Chefvolkswirt Matthias Schmitt mit Blick auf die Umfragedaten. Dienstleister leicht skeptisch

Mit Blick auf die kommenden zwölf Monate erwarten 21 Prozent der regionalen Unternehmen bessere, 66 Prozent gleichbleibende und 13 Prozent schlechtere Geschäfte. Während der Handel von einer stabilen Branchenkonjunktur ausgeht, sind die Dienstleister leicht skeptisch gestimmt. Die Industrie ist hingegen optimistisch. Der IHK-Konjunkturindikator, in den die Angaben der Befragten zur aktuellen wirtschaftlichen Lage und den Geschäftserwartungen eingehen, bewegt sich mit 117 Punkten auf dem soliden Niveau des Frühjahrs. Werte über 100 signalisieren ein freundliches Konjunkturklima.

Mehr Aufträge aus dem Inland

Ein Viertel der Industrieunternehmen glaubt in den nächsten zwölf Monaten bessere Geschäfte zu machen, wohingegen nur sieben Prozent Bremsspuren in ihren Betriebskonjunkturen befürchten. Diese Zuversicht gründet laut IHK auf mehreren Faktoren. So konnten die Firmen im Jahresverlauf ihre Umsätze steigern und erfreuen sich zudem steigender Auftragsbestände. Letzteres beruht auf einer positiven inländischen Auftragseingangsdynamik in den vergangenen Monaten, wohingehen die Auslandsorders stagnierten.

Überdurchschnittliche Auslastung

48 Prozent der Befragten aus dem produzierenden Gewerbe melden eine überdurchschnittliche Auslastung der Produktionskapazitäten, nur bei jedem Zehnten sind diese unterausgelastet. Trotz weltwirtschaftlicher Unwägbarkeiten, wie Brexit, Russlandsanktionen und China, herrscht im verarbeitenden Gewerbe Optimismus hinsichtlich der Exportperspektiven vor. Ein Drittel der exportierenden Unternehmen erwartet in den kommenden zwölf Monaten die eigenen Ausfuhren steigern zu können, nur jeder Zwanzigste rechnet mit Exportrückgängen.

Entwicklung ist nicht risikofrei

Risikofrei gestaltet sich laut IHK die weitere Wirtschaftsentwicklung jedoch nicht. 51 Prozent der regionalen Unternehmen sehen im Fachkräftemangel eine Gefahr für die eigene Betriebskonjunktur, 42 Prozent in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und 35 Prozent in den Arbeitskosten. Die Unternehmensfinanzierung mit acht Prozent und die Wechselkursentwicklung mit sechs Prozent der Nennungen stellen hingegen nur vergleichsweise wenige Unternehmen vor Probleme.