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In der Region Trier lebt es sich am sichersten

In der Region Trier lebt man in einer der sichersten in Rheinland-Pfalz - so jedenfalls lautet das Fazit von Polizeipräsident Rudolf Berg bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für das Jahr 2018.
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Foto: Symbolbild/Pixabay

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Polizeipräsident Rudolf freute sich besonders, ein sehr postives Bild von der Kriminalitätsentwicklung im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Trier zeichnen zu können. Dies reicht von gesunkenen Zahlen von Straftaten bis zur gestiegenen Aufklärungsquote. Berg: "Die Bürger leben in der Region Trier in einer der sichersten und damit lebenswertesten in Rheinland-Pfalz und in Deutschalnd. Das verdanken wir auch dem guten Verhältnis zwischen den hier beheimateten Menschen und uns als Bürgerpolizei. Wir arbeiten täglich daran, dass dies auch in Zukunft so sein wird."

Polizeiinspektion Trier

Der Dienststellenleiter (Körperverletzung, Raub, etc.) der Polizeiinspektion (PI) Trier, Polizeidirektor Dietmar Braun, bewertet die gesunkene Zahl der erfassten Straftaten im Jahr 2018 auf 11.199 positiv. Der bereits im Vorjahr festgestellte Rückgang der Fallzahlen im Zusammenhang mit Verstößen gegen das Aufenthalts- und Asylrecht setzt sich im Jahr 2018 weiter fort. Ursächlich hierfür sind die rückläufigen Zuwandererzahlen, mit denen eine geringere Anzahl an Verstößen gegen das Ausländer-/Aufenthaltsgesetz einhergeht. Somit verzeichnet die PI Trier im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 1.843 Straftaten. Die im Vergleich zum Vorjahr auf 69,8 Prozent gesunkene Aufklärungsquote steht ebenfalls im Zusammenhang mit dem Rückgang der oben genannten Deliktsgruppe, da diese Straftaten eine Aufklärungsquote von 100 Prozent aufweisen und dieser gesunkene Gesamtanteil an den erfassten Straftaten Auswirkungen auf die Gesamtaufklärungsquote hat. Im Bereich der Rohheitsdelikte ist insgesamt erneut ein Rückgang der Straftaten zu verzeichnen.  So sind die Fallzahlen dieser Deliktgruppe um 160 Fälle auf nunmehr 1.498 Straftaten zurückgegangen. Die Aufklärungsquote von 87 Prozent ist nach wie vor auf einem hohen Niveau. Ebenso ist bei den einfachen Körperverletzungsdelikten, welche Bestandteil der Gruppe der Rohheitsdelikte sind, ein Rückgang um 119 Fälle auf 1.150 Taten festzustellen. Bei dem strafrechtlich qualifizierten Bereich der gefährlichen und schweren Körperverletzungen verzeichnet die PI Trier ebenfalls einen Rückgang. Hier wurden 255 Strafanzeigen erfasst, was einem Rückgang von 27 Sachverhalten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. "Der Rückgang bei den Rohheitsdelikten ist unter anderem Ergebnis der starken Präsenz von Einsatzkräften und unserem umfassenden Sicherheitskonzept bei größeren Veranstaltungen", so Dietmar Braun. Im vergangenen Betrachtungszeitraum des Jahres 2017 wiesen die Ladendiebstähle noch steigenden Zahlen aus bei einem abschließenden Datenbestand von 1.232 Strafanzeigen. Dieser Trend ist im Jahr 2018 gestoppt worden. 250 Ladendiebstähle wurden weniger angezeigt. Die hohe Aufklärungsquote von 95,9 Prozent spricht ebenfalls für sich. Diese Aufklärungsquote ist unter anderem auf verstärkte Überwachungsmaßnahmen der Ladenbetreiber im personellen und materiellen Bereich zurückzuführen, die auf diese Weise mehr begangene Straftaten aufgedeckt haben. In diesen Zahlen spiegelt sich zudem der Trend in der Deliktgruppe der einfachen Diebstähle wider, der im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 435 Delikten aufweist und damit auf 2.418 Taten gesunken ist. Die Diebstähle unter erschwerenden Umständen sind mit 998 Fällen annähernd auf dem Vorjahresniveau, stellen im Fünf-Jahres Vergleich aber den zweitniedrigsten Wert dar. Der Gesamtkomplex der sonstigen Straftaten, die unter anderem die Delikte Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Beleidigung umfassen, befinden sich ebenfalls auf dem Niveau des Vorjahres. Im Jahr 2018 wurden 1.058 Sachbeschädigungen aufgenommen, wohingegen dieser Wert im Vorjahr noch bei 1.078 Straftaten lag. Ähnlich verhält es sich bei den Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen. Hier stehen dem Wert von 451 Anzeigen im Jahr 2017 nunmehr 432 Delikte im Betrachtungszeitraum 2018 gegenüber. Dieser Wert von 432 Straftaten stellt im Fünf-Jahres-Vergleich sogar einen Tiefstand dieser Deliktgruppe dar. "In vielen Deliktbereichen haben sich positive Entwicklungen des Vorjahres auch in diesem Jahr fortgesetzt, indem die Fallzahlen gesenkt werden konnten. Dies ist das Ergebnis der überaus engagierten und professionellen Arbeit 

Polizeiinspektion Saarburg

Mit 1.921 Straftaten im Jahr 2018 wurden im Vergleich zum Jahr 2017 insgesamt 37 Taten weniger erfasst. Die Anzahl der im Bereich der Polizeiinspektion Saarburg erfassten Straftaten lag damit 1,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Die Aufklärungsquote liegt mit 61,6 Prozent im Jahr 2018 mit 0,4 Prozent über dem Wert des vergangenen Jahres. Erkenntnisse der Kriminalstatistik
  • Anstieg bei den Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Hinweis der Polizei: "Statistisch ist jede vierte Körperverletzung in Zusammenhang mit Gewalt in engen sozialen Beziehungen zu setzen" 
  • Diebstähle bei Wohnungseinbrüchen gestiegen: Hinweis der Polizei: "Aufmerksame Nachbarn können Einbrüche verhindern" 
  • Rückgang bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten. Hinweis der Polizei: "Kaufen Sie Anbietern nicht alles ab" 
  • Sachbeschädigungen leicht gefallen: Hinweis der Polizei: "Schauen Sie nicht weg!"  
  • Die Wahrscheinlichkeit im Bereich der Polizeiinspektion Saarburg Opfer einer Straftat zu werden, ist nach wie vor gering. Hinweis der Polizei: "Dies ist jedoch kein Trost für tatsächliche Opfer"

Polizeiinspektion Hermeskeil

Im Jahr 2018 wurden von der Polizeiinspektion Hermeskeil und der Ermittlungsgruppe "Migration"  insgesamt 1547 Straftaten erfasst und entsprechende Ermittlungsverfahren abschließend bearbeitet. Für die Endsachbearbeitung von weiteren 139 im Zuständigkeitsbereich der PI Hermeskeil begangenen Delikten war die Kriminaldirektion Trier zuständig.  Im Vergleich zum Vorjahr wurden insgesamt 1366 Fälle (44,76 Prozent) weniger registriert. Dieser Rückgang resultiert aus einem Minimierung der erfassten Verstöße gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das Freizügigkeitsgesetz/EU von 1779 auf 322 Fälle. Die Mitarbeiter konnten 1145 von den 1547 Straftaten aufklären. Das entspricht einer Aufklärungsquote von 74 Prozent. Ohne Berücksichtigung der im Jahr 2018 registrierten ausländerrechtlichen Verstöße - es verblieben 1226 Fälle - gelang der Polizei Hermeskeil in 825 Ermittlungsverfahren die Aufklärung der jeweiligen Straftaten. Die entsprechende Aufklärungsquote konnte somit von 64,7 (bei 1126 Fällen im Jahr 2017) auf 67,3 Prozent gesteigert werden.  Wie auch im Vorjahr hat es in der Deliktsgruppe "Straftaten gegen das Leben" keine Erfassung gegeben. In der Deliktsgruppe "Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung" wurden insgesamt 19 Straftaten erfasst. Überwiegend wurden diese Straftaten durch das bei der Kriminaldirektion Trier eingerichtete Fachkommissariat bearbeitet. In sieben Fällen oblag die Ermittlungsführung der Polizei Hermeskeil.  In der Deliktsgruppe "Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit" gab es einen Anstieg von 210 auf 265 Straftaten. 203 Körperverletzungsdelikte bildeten den Löwenanteil bei den Rohheitsdelikten, wegen gefährlicher Körperverletzung wurde in 41 Fällen ermittelt. 36 Fälle der Bedrohung und 20 Fälle der Nötigung wurden als Straftaten gegen die persönliche Freiheit erfasst und bearbeitet.  In der Deliktsgruppe "Diebstahl ohne erschwerende Umstände" fielen die Fallzahlen um 20 auf 259 Straftaten. Bei Ladendiebstahlsdelikten gab es einen Rückgang um 25 auf 84 Fälle. Einfacher Diebstahl an/aus Kraftfahrzeugen wurde in 17 Fällen registriert. In der Deliktsgruppe "Diebstahl unter erschwerenden Umständen" gab es einen deutlichen Anstieg um 28 Fälle auf 111 Straftaten. Im Jahr 2017 wurden noch 20 Fälle von Einbrüchen in Wohnungen mit Diebstählen registriert. Im Jahr 2018 war ein Anstieg auf 24 Fälle zu verzeichnen. Die Ermittlungen wurden in 13 Fällen von der PI Hermeskeil und in elf Fällen von dem eigens zur Bekämpfung dieses Kriminalitätsphänomens bei Kriminaldirektion Trier eingerichteten Fachkommissariat geführt. Im Deliktsbereich "Vermögens- und Fälschungsdelikte" gab es einen Rückgang der Fallzahlen um 56 auf 233 Straftaten. Betrugsdelikte schlugen hier mit 170 Fällen zu Buche.   In der Deliktsgruppe "Sonstige Straftatbestände" werden beispielsweise Hausfriedensbruch, Beleidigung, Sachbeschädigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte erfasst. Die Fallzahlen stiegen in dieser Gruppe von 307 auf 344. Neun Fälle wurden wegen Widerstandes gegen und tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen erfasst. Grundsätzlich werden solche Verfahren von der Kriminaldirektion Trier abschließend bearbeitet. Im Vorjahr wurden entsprechende Ermittlungen in acht Fällen geführt. Die Zahl der Sachbeschädigungen stieg im Jahr 2018 um 15 auf 135 Fälle. Wegen Beleidigung wurde im Jahr 2018 in 80 Fällen ermittelt, das Fallaufkommen blieb im Vergleich zum Vorjahr (82 Fälle) in etwa gleich.  Insgesamt wurden im Jahr 2018 62 Fälle von Cybercrime registriert. Im Vorjahr wurden 59 solcher Verfahren erfasst und bearbeitet. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 108 Rauschgiftdelikte strafrechtlich verfolgt. Die Fallzahlen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 36 Fälle deutlich.   Im Jahr 2018 wurden 980 Tatverdächtige registriert. 736 Verdächtige waren männlich (75,10 Prozent) und 244 weiblich (24,90 Prozent). Bei Außerachtlassung der Verstöße gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das Freizügigkeitsgesetz/EU ist die Zahl tatverdächtiger Zuwanderer von 147 im Jahr 2017 auf 183 im Jahr 2018 deutlich angestiegen. Die Jungtäter (unter 21 Jahren) haben bei den Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße um 5 auf 146 Verdächtige abgenommen.

Polizeiinspektion Schweich

Die Fallzahlen sind 2018 leicht gestiegen. Im Betrachtungszeitraum wurden 1758 Straftaten abschließend bearbeitet, insgesamt 40 Straftaten mehr als im Vorjahr.  Die Aufklärungsquote ist nach wie vor hoch. Die Aufklärungsquote ist mit 65,2 (Vorjahr 62,7 Prozent) gestiegen. Die Anzahl der Körperverletzungsdelikte bewegt sich bei einer Zunahme um sechs Fälle in etwa auf Vorjahresniveau. Erfasst werden hier alle angezeigten Fälle von der einfachen bis hin zur gefährlichen und schweren Körperverletzung. Die Aufklärungsquote  liegt bei 94 Prozent und damit nahezu identisch zum Vorjahr (95 Prozent).   Die Fallzahlen im Bereich Diebstahl ohne erschwerende Umstände sind mit 369 Delikten gegenüber dem Vorjahr (341) um 28 Fälle leicht gestiegen. Die Aufklärungsquote ist auf 45 Prozent angestiegen (Vorjahr 37,2 Prozent). Die Zahlen im Bereich des Diebstahls unter erschwerenden Umständen ("Einbruch") sind mit 165 Fällen im Vergleich zum  Vorjahr (157) leicht gestiegen. Erfasst werden neben Straftaten wie Wohnungseinbrüchen auch z.B. das Aufbrechen eines Spindes, eines Fahrzeuges, eines Gartenhauses, eines Kiosks, einer Werkstatt usw. Die Aufklärungsquote sank deutlich von 25,5 % im Vorjahr auf 15,8 Prozent. Die 165 Delikte bilden nur die Fälle ab, die von der Polizeiinspektion Schweich abschließend bearbeitet wurden. Bestimmte Einbrüche in Wohnhäuser werden von einem Fachkommissariat in der Kriminaldirektion Trier abgedeckt, das eigens zur Bekämpfung der Wohnungseinbrüche durch überörtliche Täter und der Bandenkriminalität eingerichtet wurde.  Insgesamt wurden 192 Betrugsdelikte und damit 32 mehr als im Vorjahr statistisch erfasst. Die tatsächlich bearbeitete Zahl der Delikte liegt allerdings noch weitaus höher. Aktuell wurden 102 Fälle von Waren - und Kreditbetrug bearbeitet, im Vorjahr waren es 70. Die Aufklärungsquote stieg deutlich von 75,7 Prozent auf aktuell 93,1 Prozent. Die Zahlen im Bereich der Sachbeschädigung gegenüber dem Vorjahr ist leicht um 32 Fälle gesunken, es wurden 221 Fälle angezeigt. Die Aufklärungsquote stieg erneut von 30 Prozent im Vorjahr auf 36,7 Prozent aktuell. Im Jahr 2018 wurden bei der Dienststelle insgesamt 81 Fälle bearbeitet, bei denen Rauschgift eine Rolle spielte. Es ist ein leichter Rückgang von zwölf Fällen gegenüber 2017 zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau  bei 91,4 Prozent (Vorjahr 94,6 Prozent). RED