Jede Menge Zirkus und ein greilischen Vuugel

Trier. Eine Bühne voller schöner Küken - nur ein greilischen Vuugel - dabei, so startet die KG "M'r wieweln noch" en Zalawen 1911 mit ihrer 1. Sitzung in die Session. "Mitreisende gesucht" so wurde auf der Bühne geworben, doch als sich ein graues, heimatloses und arbeitsuchende Vögelchen bei den Clowns in der Manege bewarb, wird zunächst nichts daraus.

Wunderschön geworden ist die "Clown-Parade", der Tanz der Minigarde, ihres Zeichens die jüngsten Tänzerinnen des Vereins. "Der Domteur", alias Constantin Albert, berichtete über seine Zeit als Aushilfsdompteur und seiner unheimlichen Begegnung mit Frau Tausendschön. Nur weil er den Kellerschlüssel verloren hatte, spach seine Ehefrau nicht mehr mit ihm, klagte der "Dumme August" (Josef Müller) und konnte das gar nicht nachvollziehen. Ob eine Einladung zum Essen das Eheglück retten konnte?

Retten musste man beim Schautanz "The greatest Showman" definitiv nichts mehr. Energiegeladen und ausdrucksstark präsentierte die Gruppe unter der Leitung von Oliver Hofmann einen grandiosen Tanz und erntete dafür die ersten Zugabe-Rufe des Abends. Der größte Magier aller Zeiten zeigte nun sein Können. Doch was ist da passiert? Falsches Kostüm erwischt oder gar die falsche Veranstaltung? Was hatte Rhabarber-Barbara, die Barbaren mit ihrem Bärten und Wirtin Bärbel aus der Bierbar damit zu tun? Antje Gieche und Johannes Mayer zeigten sich in ihrem Vortrag nicht nur als phantastische Redner, sondern auch als echte Verwandlungskünster. Gisela Bitdinger und Claude Weber überzeugten mit ihrem gesanglichen Vortrag "Frau aus der Tingel-Tangel-Schau".

Doch zu einem Zirkus gehört noch mehr. Zum Beispiel ein "Kalfakter" alias Sitzungspräsident Jürgen Jakobs. Als Mädchen für alles war er für den Unterhalt des Zirkuszeltes  verantwortlich. "Er braucht kein Diplom für das Haus, was aber hilft, ist ein groß Baus."

Und dann war er wieder da - den greilischen Vuugel - immer noch auf der Suche nach Arbeit und einer Heimat. Und da man im Zirkus und im Karneval bekanntlich eine große Familie ist, ließen die Aktiven der Wieweler nichts unversucht um dem "greilischen Vuugel" eine Heimat und passende Arbeit zu geben. Doch auch der zweite Versuch scheiterte.

Unentschieden ging jedoch das "Wieweler Dance Battle" zwischen Elferrat und ExGarde aus. "Die fliegend' Gaortenmoog von Zalawen" (H.-K. Meunier) entpuppte sich als der Star auf dem Trapez. Bevor sich ein cleverer Elefant und ein dummes Kamel (J. Ahrweiler/ O. Hoffmann) über den Unterschied zwischen Kamel, Lama und Dromedar lustig machten, zeigte die Wieweler Garde ihren Gardetanz.  An eine Pferdedressur versuchte sich das Duo "Dröpps und Trilles" nur weiß jeder, der sie kennt, das konnte nicht gut gutgehen.

Aber wie ging es dem "greilichen Vuugel"? Es wären nicht die Wieweler, wenn es nicht am Ende gut gehen würde. Im dritten Teil der Schaudarbietung, der bunt gemischten Gruppe aus alt und jung, erkannte man dann doch die wahre Begabung des "greilichen Vuugel" und er entpuppte sich als wahres Talent in einer rosaroten Gruppe. Wahre Talente sind auch die Zalawener Duckentchen die mit ihren Liedern zum Finale noch einmal für richtige Stimmung sorgten. Denn eins ist sicher: Wieweler Nächte sind lang.

MV, Fotos: Valentin

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