Kaiser-Augustus-Orden: Johannes B. Kerner im Interview

Moderator erhält Auszeichnung bei ATK-Gala

Trier. Johannes B. Kerner wird im Rahmen der ATK-Gala am Samstag, 12. Januar, in der Trierer Europahalle mit dem Kaiser-Augustus-Orden geehrt. Wir haben mit dem Moderator und ehemaligen Fußballkommentator gesprochen.

Herr Kerner, wir gratulieren herzlich zur Auszeichnung mit dem Kaiser-Augustus-Orden der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK). Sie erhalten diese Ehrung für Ihr soziales Engagement. Welche Organisationen oder Initiativen unterstützen Sie konkret und was liegt Ihnen dabei besonders am Herzen?

Johannes B. Kerner: "Seit Jahrzehnten unterstütze ich die Stiftung Deutsche Sporthilfe, die rund 4000 Athleten fördert, vornehmlich in Sportarten, mit denen kein oder kaum Geld zu verdienen ist. Als Familie haben wir die gemeinnützige Becker-Kerner-Stiftung gegründet, die Kinder und Jugendliche in Sport und Kultur fördert. Am 22. November laden wir zum Beispiel 2000 Hamburger Kinder in die Elbphilharmonie ein, damit sie das Wahrzeichen ihrer Heimatstadt nicht nur von außen kennen."

Als Träger des Kaiser-Augustus-Ordens erhalten Sie ebenso einen Spendenscheck in Höhe von 5.555 Euro. Können Sie schon verraten, welches Benefizprojekt Sie damit fördern wollen und warum?

"Ich habe gehört, dass eine lokale Bank den Betrag verdoppelt, wenn die Spende in der Region bleibt. Das könnte meine Entscheidung beeinflussen."

Trier ist die älteste Stadt Deutschlands und war erst jüngst aufgrund der Karl-Marx-Ausstellung und des im Vorfeld errichteten Marx-Standbildes in den internationalen Medien präsent. Hatten Sie schon vor der Auszeichnung mit dem Kaiser-Augustus-Orden persönliche Verbindungen zur Moselmetropole? Immerhin hat Günther Jauch, Kaiser-Augustus-Ordensträger von 2016, ganz in der Nähe ein eigenes Weingut.

"Ich kenne Trier natürlich von einigen Besuchen. Erstmals als Schüler auf Klassenfahrt, dann als Sportreporter, ich glaube, dass das im Pokal war. Früher haben Freunde dort studiert, das war guter Anlass für Besuche. Und Günthers Wein dürfte ich auch schon genießen."

In Trier hat Kaiser Konstantin regiert, ist Karl Marx zur Schule gegangen, hat Guildo Horn erste Erfahrungen als Sänger gesammelt und wird in Kürze Johannes B. Kerner geehrt: Was könnte der eine von dem anderen lernen?

"Sie zählen hier drei bedeutende Dinge auf und einen eher unbedeutenden Sachverhalt. In der Sesamstrasse käme jetzt die Frage, welches Ding nicht zu den anderen Dingen gehört...ich wüsste die Antwort."

Als langjähriger Sportmoderator mit Schwerpunkt Fußball haben Sie die Höhen und Tiefen vieler deutscher Vereine mit angesehen. Auch der heimische SV Eintracht Trier 05 spielt nur noch in der fünften Liga. Können Sie sich noch daran erinnern, als Sie das letzte Mal positive sportliche Nachrichten aus Trier wahrgenommen haben?

"Ich vermute das kam von den Gladiators und vorher von TBB. Tja und Eintracht, einer der Sponsoren heißt Gottschalk, das sollte für etwas gute Laune sorgen."

Ganz am Schluss etwas Privates: Sie sind vierfacher Vater. Da ist man zwangsläufig in einer Vorbildrolle. Worin sollten Ihre Kinder Ihnen nacheifern und welche schlechten Angewohnheiten sollten sie lieber meiden?

"Nacheifern in Verlässlichkeit und Zuneigung, vielleicht auch ein bisschen in Durchhaltevermögen. Und schlechte Angewohnheiten? Sagen Sie mir Bescheid, wenn sie mal eine ganze Seite frei haben, die braucht es mindestens."

JK

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