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Kinderkrimis und eine zweite Beziehungskiste

Was ist zu tun, wenn man Maus heißt, leider auch mausgrau aussieht und zu allem Übel auch noch einen charmanten Chef hat, der sich als Playboy entpuppt? Das neueste Werk der Hermeskeiler Autorin Renate Meyer erzählt die lustige Geschichte von einer grauen Maus, die plötzlich in allen Farben schillert.
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Renate Meyer alias Rena May macht wieder mit einer lustigen und spannenden Liebesgeschichte von sich reden. Foto: Fischer

Renate Meyer alias Rena May macht wieder mit einer lustigen und spannenden Liebesgeschichte von sich reden. Foto: Fischer

Bereits Anfang der 2000er-Jahre veröffentlichte sie vier Kinderkrimis und nach längerer Pause dann 2014 einen Beziehungsroman: "Ich brauche dich! Ich liebe dich?", der unter dem Pseudonym Rena May erschien. Unter diesem Namen hat sie auch im vergangenen Jahr eine Weihnachtsgeschichte für Kinder mit dem Titel "Krummnase – der kleine Weihnachtsbaum" verfasst. Jetzt war wieder mal eine Beziehungskiste dran,  fand Rena May und setzte sich, wie immer, wenn sie Lust aufs Schreiben hat, an ihren Laptop. "Die Idee zu dem Buch reift schon länger in mir. Dieses Mal wird es besonders spannend, weil man erst ganz am Schluss erfährt, wie es ausgeht", verrät Renate Meyer schmunzelnd.
Wie bereits im letzten Liebesroman geht es in ihrem neuesten Werk wieder um eine junge Frau, hinter deren unscheinbarer Fassade so viel mehr steckt als ihr Äußeres vermuten lässt. Damit will Renate Meyer zeigen, dass es sich oftmals lohnt, einen Menschen genauer zu betrachten als nur die hübsche Oberfläche.

Hinter die Fassade blicken

Die Protagonistin des Buchs, Marie-Luise Maus, ist genau eine solche Person. Hinter ihrer dicken Hornbrille und ihrer unscheinbaren und biederen Kleidung verbirgt sich ein wahres Multitalent, was zu guter Letzt auch ihr Chef, ein stadtbekannter Playboy, herausfindet. Im Buch kann der Leser förmlich mitfühlen, mit welchem Feuereifer Marie-Luise in die Rolle der Chefsekretärin von "Sunnyboy" Werner Lindemann hineinwächst. Ob nun bei ihrem Debüt als feurige Tangotänzerin, als Anglerin oder aber als lustiges Model bei einer Modenschau, oder bei ihrer ganz eigenen Art, mit Menschen umzugehen – der Leser ist geradezu gefangen in den Bildern des  Kopfkinos, das beim Lesen unweigerlich entsteht.

Jede Menge Stoff für Romane gesammelt

Geschrieben hat Renate Meyer diese wundervolle Geschichte, die doch noch ein unerwartetes, glückliches Ende nimmt, innerhalb eines halben Jahres. "Es hat mir einfach Spaß gemacht und die Geschichte ist quasi beim Schreiben so geworden, wie sie nun ist", sagt Renate Meyer, die viele durch ihre ehrenamtliche Mitarbeit in vielen kulturellen Gremien der Stadt Hermeskeil kennen. "Ich habe schon so viel erlebt und viele Jahre beruflich mit Menschen zu tun gehabt", erzählt sie. So habe sich jede Menge Stoff für ihre Romane angesammelt: "Man braucht einfach viel Fantasie und davon hatte ich schon immer reichlich." So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die dreifache Mutter bereits als 14-Jährige mit dem Schreiben angefangen hat: "Für mein erstes Gedicht habe ich damals acht Mark bekommen", sagt sie und lacht, als ihr einfällt, dass sie diese dann kurzerhand in eine Mathe-Nachhilfestunde investiert habe.

Zeit für Genrewechsel

Warum sie jetzt Liebesromane anstelle von Kinderbüchern schreibt, ist schnell erklärt: "Meine Kinder sind inzwischen erwachsen. Da kann man dann schon mal das Genre wechseln", so Meyer. "Ich habe immer spannende Geschichten im Kopf", verrät die gebürtige Aachenerin, die seit über 50 Jahren in Hermeskeil lebt. Festlegen will sie sich nicht, aber es sei nicht ausgeschlossen, bald wieder von ihr als Romanautorin zu lesen.

Über die Autorin

Renate Meyer alias Rena May veröffentlichte Anfang der 2000er-Jahre vier Kinderkrimis, nach längerer Pause dann 2014 den Liebesroman "Ich brauche dich! Ich liebe dich?". Unter dem Pseudonym Rena May erschien im vergangenen Jahr auch eine Weihnachtsgeschichte für Kinder: "Krummnase – der kleine Weihnachtsbaum". In diesem Jahr folgt mit "Nicht alle Mäuse sind grau" eine weitere Liebesgeschichte. FIS


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