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Kulturdezernent Egger: SPD will ihn abwählen

Die SPD-Stadtratsfraktion hat heute auf einer Pressekonferenz im Rathaus bekannt gegeben, dass sie beabsichtigt, einen Abwahlantrag gegen den Kulturdezernenten Thomas Egger zu stellen. Egger war zuletzt wegen des Millionendefizits am Theater in die öffentliche Kritik geraten.
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Die SPD fordert die Abwahl von Kulturdezernet Thomas Egger (zweiter von links). Foto: Archiv/Finkenberg

Die SPD fordert die Abwahl von Kulturdezernet Thomas Egger (zweiter von links). Foto: Archiv/Finkenberg

"Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Jedoch sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass Thomas Egger nicht mehr die richtige Person an der Spitze des Dezernats für Kultur, Tourismus, Stadtmarketing, Sicherheit und Ordnung der Stadt Trier ist. Die Liste der Problemthemen ist lang und zuletzt hat die katastrophale Situation am Theater Trier unsere Überzeugung reifen lassen, dass nur ein Neuanfang an der Dezernatsspitze die verfahrene Situation aufbrechen kann", erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Teuber den einmaligen Vorgang am Augustinerhof.

Egger hat nicht überzeugt

"Wie viele Male In den vergangenen Monaten hat die SPD-Fraktion aktuell wiederholt das Gespräch mit dem Beigeordneten gesucht, um Konzepte und Maßnahmen zu besprechen, wie die beachtlichen Baustellen im Dezernat bearbeitet werden können. Leider überzeugte Thomas Egger mit seinen Vorstellungen die Fraktion nicht. Sie hat das Vertrauen in das Zutun Eggers verloren. Da dieser ausdrücklich einen Rücktritt ausgeschlossen hat, ist ein Abwahlantrag nur konsequent. Die SPD-Stadtratsfraktion weiß, dass dies eine harte und schwierige Entscheidung ist. Jedoch stellen wir uns damit unserer gesamtstädtischen Verantwortung", führt Teuber aus.

SPD will personellen Neuanfang

"Die SPD ist der Überzeugung, dass dieser personelle Neuanfang auch im Theater vollzogen werden muss. Daher unterstützt die SPD-Fraktion die Vorlage des Stadtvorstands, sich so schnell wie möglich vom Intendanten zu trennen, mit Nachdruck. Wir danken dem Oberbürgermeister für sein beherztes Vorgehen zum Wohle der Stadt und des Theaters. Ohne ihn hätte die Misere noch schlimmer ausgehen können. Diese Aussage trifft für etliche Problemthemen der vergangenen Monate zu", ergänzt Rainer Lehnart, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

28 Stimmen für Antrag benötigt

Die Sozialdemokraten kündigten an, in den nächsten Tagen auf die anderen Fraktionen zuzugehen, um weitere Unterstützer für den Abwahlantrag zu finden. Es bedarf einer Mehrheit von 28 Personen, den Abwahlantrag in den Stadtrat einzubringen. Die Abwahl erfolgt durch Zweidrittelmehrheit. Die SPD verfügt über 15 Mitglieder im Trierer Stadtrat.