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Langfinger, Einbrecher, Drogenkriminelle

Erfreulich in der Hermeskeiler Kriminalstatistik ist, dass die Straftaten insgesamt im Vergleich zu Vorjahr um 24 auf 940 Fälle zurückgegangen sind. Die Aufklärungsquote liegt bei 66,60 Prozent.
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Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Foto: FF

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Foto: FF

Deliktsgruppe „Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit“:

Die Zahl dieser Delikte ist um 3 auf 165 Fälle gesunken.
Erfreulich ist ein Rückgang bei der gefährlichen und schweren Körperverletzung um 8 auf 24 Fälle. Soweit die Tatbegehung auf öffentlichen Straßen, Wegen oder Plätzen erfolgte, sind im Jahr 2015 8 Fälle und somit 6 Fälle weniger als im Jahr 2014 zu verzeichnen.
Die Fallzahlen im Bereich Nötigung sind von 7 Fällen im Jahr 2014 auf 17 Fälle im Jahr 2015 gestiegen.  
Auch ist im Bereich der einfachen Körperverletzung eine Steigerung um 12 auf 89 Fälle festzustellen.
Soweit es um Bedrohungen und Nachstellungen (Stalking) geht, sind die Fallzahlen einerseits geringfügig gestiegen (Bedrohung: 24 auf 28) bzw. gesunken (Nachstellung: 10 auf 6).


Deliktsgruppe „Diebstahl ohne erschwerende Umstände“:


Hier ist ein deutlicher Anstieg um 36 auf 196 Fälle zu verzeichnen. Der Diebstahl bzw. die unbefugte Ingebrauchnahme von „fahrbaren Untersätzen“ (Kraftwagen, Krafträder, Mopeds, Fahrräder) ist hingegen von 15 auf 5 Fälle gesunken. Beim einfachen Ladendiebstahl ist ein geringfügiger Rückgang von 45 auf 42 Fälle gegeben. Demgegenüber ist beim einfachen Diebstahl an/aus Kraftfahrzeugen eine Steigerung um 7 auf 22 Fälle feststellbar.

Deliktsgruppe „Diebstahl unter erschwerenden Umständen“:

Hier hat es einen starken Rückgang der Fallzahlen gegeben. Im Jahr 2014 waren noch insgesamt 91 Fälle zu verzeichnen, im vergangenen Jahr hat es „lediglich“ 58 Fälle gegeben.
Die Wohnungseinbruchsdiebstähle sind um 5 auf 11 Fälle gesunken. Tageswohnungseinbrüche sind leider um 2 auf 6 Fälle angestiegen.   Soweit aus und an Kraftfahrzeugen unter erschwerenden Umständen gestohlen wurde,  sind die Fallzahlen von 39 Fällen im Jahr 2014 auf 23 Fälle im Jahr 2015 deutlich gesunken. Deliktsgruppe „Vermögens- und Fälschungsdelikte“:

Wie bereits im vergangenen Jahr ist wieder ein deutlicher Rückgang der Fallzahlen feststellbar.
Im Jahr 2014 wurden insgesamt 220 Fällen erfasst; im letzten Jahr waren es noch 191 Fälle. Signifikante Abweichungen sind im Vergleichszeitraum, soweit es um die einzelnen Betrugsarten geht, nicht feststellbar.   

Zu beachten ist, dass eine große Zahl von Ermittlungsverfahren in der Polizeilichen Kriminalstatistik nicht abgebildet ist, weil nicht geklärt werden konnte, an welchem Ort die Täter gehandelt haben. Beispielsweise handelt es sich hierbei um Verfahren wegen Ausspähens von Kreditkartendaten mit anschließendem Computerbetrug. An solch sensible Daten gelangen die Täter mittels Schadsoftware, die durch Öffnen des Anhangs einer Mail auf dem Rechner der Geschädigten aktiv wird oder die potenziellen Opfer werden auf Schadsoftware infizierte Internetseiten „gelockt“.       Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informiert diesbezüglich über Gefahren und Präventionsmöglichkeiten (www.bsi-fuer-buerger.de). Dort wird auch der sogenannte Identitätsdiebstahl, der nicht selten ein Bestandteil des deliktischen Handelns von Cyberkriminellen ist, erklärt.

Deliktsgruppe „alle sonstigen Straftaten gemäß Strafgesetzbuch – ohne Verkehrsdelikte“:


Im Jahr 2015 sind 77 Fälle der Beleidigung erfasst worden. Im Jahr 2014 waren es „noch“ 48 Fälle. Mithin ist bei diesen Straftaten eine deutliche Steigerung festzustellen.

Auch die Sachbeschädigung ist mit 120 Fällen im Jahr 2015 ein wesentlicher Teil dieser Deliktsgruppe. Im Jahr 2014 wurden noch 149 Fälle erfasst. Demnach hat es im Vergleichszeitraum einen Rückgang um 29 Fälle gegeben. Die Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen ist um 14 auf 45 Fälle zurückgegangen.    

Unerfreulich ist eine Steigerung der Rauschgiftdelikte um 18 auf 53 Fälle.
Den größten Anteil stellen die Verstöße mit Cannabisprodukten dar. Von 22 Fällen im Jahr 2014 hat es hier eine Steigerung auf 32 Fälle im Jahr 2015 gegeben. Auch Verstöße mit sogenanntem Ecstasy sind um 3 auf 12 Fälle angestiegen. Insgesamt wurden 707 Tatverdächtige ermittelt. Ebenfalls nicht in der Statistik enthalten sind Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- und das Freizügigkeitsgesetz/EU (insgesamt 692). Diese Fälle (689) wurden von der EG Migration bearbeitet und gehören nicht zum Aufgabenbereich der PI Hermeskeil.