Lebenshilfe-Turnier: 100.000-Euro-Marke ist geknackt!

Trier. Es ist vollbracht: Just mit dem 20. Hallenfußballturnier zu Gunsten der Lebenshilfe, das traditionell kurz nach dem Jahreswechsel in der Konzer Saar-Mosel-Halle stattfindet, wurde die 100.000-Euro-Marke an Spendengeldern geknackt. Den Erlös von 7333 Euro konnte Bernd Marx vom veranstaltenden Fußballkreis Trier-Saarburg vermelden. Damit sind nun in zwei Jahrzehnten 100.133 Euro an die Lebenshilfe-Kreisvereinigung Trier-Saarburg geflossen. Deren Vorsitzender Walfried Heinz machte bei der Scheckübergabe am Freitag im Konzer Peter-Zettelmeyer-Haus deutlich, wie wichtig jeder Euro für sie ist ? gerade vor dem Hintergrund von immer mehr älteren behinderten Menschen, die man betreut und damit einhergehenden, großen Bauprojekten in Konz und in Schweich.

Mindestens genauso wichtig wie die reine finanzielle Hilfe durch das Turnier ist auch die ideelle Unterstützung. Inklusion wird beim Lebenshilfe-Turnier nicht erst seit der Einführung der entsprechenden UN-Charta Jahr für Jahr in Konz praktiziert. Die uneingeschränkte Teilnahme an allen gesellschaftlichen Aktivitäten ist dabei das Ziel. Beim Lebenshilfe-Turnier kommt es so etwa zu einem Wettkampf mit gehandicapten Fußballern, der eng mit Spielen der F-Junioren verbunden ist. Außerdem stehen sich in einem Einlagematch Behinderte und Nichtbehinderte gegenüber.

Dank an die Helfer

"Wir wollten schon vor vielen Jahren unseren Beitrag dazu leisten und zeigen, dass es geht", sagte  Fußball-Kreisvorsitzender Marx bei der Scheckübergabe. Nicht unerwähnt ließ er auch diejenigen, die am guten Gelingen des Turniers auch diesmal ihren Anteil hatten, nämlich das Helferteam um Marita Grundhöfer und Mitglieder der Sportvereine aus Krettnach und Konz sowie die Turnierleiter Ernst Greif und Peter Becker. Bernd Münchgesang als Leiter der Kommission Behindertenfußball und Inklusion des Fußballverbandes Rheinland zeigte sich derart begeistert von den Aktivitäten in Konz, dass er die Idee des Lebenshilfe-Turniers für den Sepp-Herberger-Preis melden will. Der nach dem früheren Bundestrainer benannten Stiftung geht es darum, soziale und karitative Projekte zu fördern. Um die fußballerischen Aktivitäten der Handicap-Kicker von der Lebenshilfe zu unterstützen, überreichte er ihnen einen Fußball. Worte des Dankes und der Anerkennung sprachen auch Sportkreisvorsitzender Felix Jäger ("Wir sind stolz auf den Kreisvorstand und seine Mitarbeiter, die sich Jahr für Jahr derart ins Zeug legen.") und der Konzer Stadtbeigeordnete Manfred Wischnewski ("Man kann dem Fußballkreis gar nicht genug danken.").

Wehmütige Worte

Es mischte sich aber auch Wehmut in die freudige Stimmung bei der Scheckübergabe: Bernd Marx kündigte vor den Neuwahlen im Juni an, dass es "wohl gravierende Veränderungen im Kreisvorstand" gebe. Er wolle aber darauf hinwirken, dass die Idee des Lebenshilfe-Turniers fortgesetzt würde? AA

 Foto: Andreas Arens 

 

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