Miezen bleiben Schlusslicht – 27:29-Niederlage in Bremen

Trier. Nach der 27:29 (11:15)-Niederlage der DJK/MJC Trier beim SV Werder Bremen sind die Hoffnungen auf den Erhalt der 2. Frauenhandball-Bundesliga weiter gesunken. Mit der neunten Niederlage in Serie bei acht noch ausstehenden Spielen wurde der letzte Tabellenplatz zementiert. Der Rückstand auf den rettenden viertletzten Platz beträgt bereits sieben Punkte.

Es passt ins Bild, dass die Miezen in vielen Spielen unter Wert geschlagen wurden. "Manchmal scheint sich alles gegen uns verschworen zu haben", so Trainerin Elena Vereschako. So wie in Bremen. Gut zwei Minuten vor Schluss hatte sich ihre Mannschaft nach einem 23:28-Rückstand auf 26:28 herangekämpft. Bremen wackelte. 

Aufholjagd näh gestoppt

Die Aufholjagd der Gäste wurde jäh gestoppt, weil das Licht in der Klaus-Peter-Fischer-Halle ausging. "Das passiert ja nicht von selbst", glaubt Vereschako nicht an höhere Mächte, "da hat doch bestimmt jemand den Schalter betätigt." Was zu beweisen wäre. Vorsichtshalber hat die MJC Protest gegen die Spielwertung eingelegt. Damit nicht genug. Als die Partie wieder fortgesetzt werden konnte, wurde dem Gegner ein Siebenmeter zugesprochen. Werder hatte alle Zeit der Welt bei der Ausführung und durfte sie sich auch nehmen. "Die Uhr lief weiter", sagt Vereschako, "und hat uns damit die letzte Chance genommen, noch einen Punkt mitzunehmen."

Partie nach bekanntem Muster

Zuvor war die Partie lange nach bekanntem Muster abgelaufen. Die Miezen starteten stark (2:0/2.), kassierten aber dann eine 0:6-Serie. Laut Vereschako, "weil wir zwar weiter stark verteidigt, aber vorne wieder zu viele Chancen vergeben haben." Bis zur Halbzeitpause pendelte der Rückstand immer zwischen zwei und vier Toren. Daran änderte sich auch im zweiten Abschnitt zunächst nichts. Was die Gäste auch versuchten, eine relevante Reduzierung des Rückstands wollte partout nicht gelingen. Obwohl Vesna Tolic nach schwacher erster Halbzeit plötzlich aufdrehte – sie erzielte neun ihrer zehn Treffer nach der Pause – obwohl die Miezen Bremens Schlüsselspielerin Merle Heidergott wie im Hinspiel kontrollierten und die reaktivierte Franziska Garcia Almendaris trotz fehlender Bindung einige Akzente setzte. Dafür hatten die Gäste die lange verletzte Lotta Heinrich (6 Tore) bei ihrem Comeback nicht im Griff.

Zweiter Lichtausfall

Als der unermüdliche Kampfgeist doch noch Früchte zu tragen schien, ging das Licht aus. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Es ist müßig, zu spekulieren, wie viele Siege die Miezen benötigen, um noch den Klassenerhalt zu schaffen. Vereschako sagt nur so viel: "Wir müssen am Samstag gewinnen." Dann trifft die MJC (18 Uhr, Arena Trier) auf die Berliner Füchse.

Statistik

  • Beste Bremer Werferinnen waren Rabea Neßlage mit 7 und Lotta Heinrich mit 6 Toren.
  • DJK/MJC Trier: Melanie Eckelt, Aleksandra Baranowska  – Franziska Garcia-Almendaris,  Angela Petrovska, Hannah Sattler, Dovile Ilciukaite, Linsey Houben (7/6), Andrea Czanik (3), Vesna Tolic (10/3), Gabriella Szabo (2), Maja Zrnec (3), Dora Simon-Varga (2)
  • Schiedsrichter: Matthias und Sebastian Klinke
  • Zuschauer: 350

RED

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