Miezen geht bei der Niederlage in Rödertal die Puste aus

Trier. 23 Stunden war Frauenhandball-Zweitligist DJK/MJC Trier unterwegs und kehrte dann mit leeren Händen nach Hause zurück. Das Gastspiel im sächsischen Großröhrsdorf beim HC Rödertal ging mit 19:24 (11:11) verloren. Nach 660 Kilometern Anreise und mit nur acht Feldspielerinnen – von denen auch noch drei gesundheitlich angeschlagen waren – gegen elf der Gastgeberinnen reichte die Kraft nur 45 Minuten.

Eine Viertelstunde vor Schluss lagen die Miezen knapp mit 16:17 hinten. Danach gelangen dem Team von Trainerin Elena Vereschako nur noch drei Treffer. Unmittelbar vor dem dennoch Mut machenden Zwischenstand hatten ihre Schützlinge sogar nach einem Ballverlust, einer Zwei-Minuten-Strafe und einem verworfenen Siebenmeter eine erneute Führung vergeben. Rödertal nutzte diese kleinen Schwächen, um vorentscheidend auf 16:20 davonzuziehen. 

Hoffnung auf zweiten Saisonsieg

Lange Zeit ließ die Vorstellung der Moselanerinnen berechtigte Hoffnungen auf den zweiten Saisonsieg aufkommen. Nach einem Blitzstart führten sie nach sechs Minuten mit 4:1 und steckten auch den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 6:6 locker weg. Nach Treffern von Gabriella Szabo, Andrea Czanik, Vesna Tolic und Hannah Sattler war in der 23. Minute beim Stand von10:6 die höchste Führung perfekt. Erneut kam der Gastgeber zurück – der befürchtete Einbruch der Miezen ließ aber (noch) auf sich warten. In der 2. Halbzeit lief die Partie lange Zeit nach demselben Muster ab: Rödertal legte einen Treffer vor, prompt glich Trier wieder aus. Bis zur 45. Minute, als den Gästen die Puste ausging.

"Wir waren lange Zeit das bessere Team"

Obwohl Vereschako die ungünstigen Voraussetzungen registriert hatte, stellte sie fest: "Wir waren lange Zeit das bessere Team. Leider haben wir in wichtigen Phasen wieder vermeidbare Fehler gemacht. Damit machen wir uns das Leben selbst schwer." In Rödertal fehlte Dovile Ilciukaite, die mit der litauischen Nationalmannschaft unterwegs war, außerdem waren Angela Petrovska, Andrea Czanik und Dora Simon-Varga angeschlagen. Unter diesen Aspekten ist die Leistung der Miezen beachtlich. So hatte Vereschako an der kämpferischen Einstellung auch nichts auszusetzen. Bester Mannschaftsteil war die Abwehr inklusive beider Torhüterinnen. Offensiv überzeugte Dora Simon-Varga, die fünf Siebenmeter herausholte und selbst noch zwei Mal traf.

Am kommenden Samstag, 8. Dezember, müssen die Miezen erneut auswärts antreten. Gegner ist dann die SG Kirchhof (18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen).   

Statistik

DJK/MJC Trier: Melanie Eckelt, Aleksandra Baranowska – Angela Petrovska (1), Hannah Sattler (2), Lindsey Houben (5/1), Andrea Czanik (2), Vesna Tolic (3/2), Gabriella Szabo (3), Maja Zrnec (1), Dora Simon-Varga (2)

HC Rödertal (beste Werferin): Grete Neustadt mit fünf Toren – allesamt per Siebenmeter erzielt.

Schiedsrichter: Thomas Hörath/Timo Hofmann

Zuschauer: 322

RED

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