Miezen lassen Punkte in Harrislee

Trier. Die 740 Kilomter lange Anreise zum Auswärtsspiel des Frauenhandball-Zweitligisten DJK/MJC Trier beim TSV Nord Harrislee wurde unfreiwillig unterbrochen – wegen einer Buspanne. Deshalb kam der Tross der Miezen verspätet im Hotel in Hamburg an. Aber kein großes Problem. Länger schlafen, später frühstücken und dann wie vorgesehen Linsey Houben und Melanie Eckelt einsammeln, die als geplante Nachzügler rechtzeitig in der Hansestadt gelandet waren und nun gemeinsam mit der Mannschaft nach Harrislee fuhren. Dennoch kassierte Trier an der dänischen Grenze eine klare 26:34 (15:17)-Niederlage.

Nach ausgeglichenem Beginn gerieten die Miezen nach dem 5:7 (10.) deutlicher ins Hintertreffen, als Andrea Czanik eine Zwei-Minuten-Strafe absitzen musste. Nachdem die Norddeutschen auf 6:11 weggezogen waren, rückte Melanie Eckelt trotz Jetlags zwischen die Pfosten. Der Wechsel zahlte sich sofort aus. Innerhalb von fünf Minuten kippte die Partie zugunsten der Gäste, die nach einer 5:0-Serie mit 12:11 in Führung gingen. Ursächlich dafür einige starke Paraden von Eckelt und eine Zeitstrafe gegen die Gastgeberinnen. Kurz darauf stand es gar 14:12 für Trier, zu einem Halbzeitvorsprung reichte es dennoch nicht. Nach Auszeiten auf beiden Seiten lag der TSV wieder mit 17:15 vorne. 

Re-Start misslingt

Der Re-Start in die zweite Hälfte misslang. Innerhalb von zehn Minuten baute der Aufsteiger seinen Vorsprung auf fünf Treffer aus (23:18), danach kamen die Miezen nie mehr wirklich auf Schlagdistanz. Das lag vor allem an der überragenden Rückraumspielerin Janne Lotta Woch. Die 22-Jährige, mit 1.82 Meter auch die körperlich stärkste Akteurin im Kader des TSV,  die insgesamt 14 Mal ins Schwarze traf. Obwohl Vesna Tolic ihre mit Abstand stärkste Saisonleistung zeigte und in der Offensive wirkungsvoll von Dovile Ilciukaite unterstützt wurde, kamen die Gäste nicht mehr heran. "Wir waren insgesamt nicht aggressiv und konsequent genug", monierte Trainerin Elena Vereschako, die zudem zwei verworfene Siebenmeter beklagte, aber auch anmerkte: "Zweimal wurden Schrittfehler gepfiffen, die keine waren." Es hätte aber auch ohne diese Umstände nicht zum Sieg gereicht. Die Niederlage ist dennoch zu hoch ausgefallen. Nach dem 26:31 (28.) kassierten die Miezen "im Austrudeln" und in Unterzahl noch drei Gegentreffer.

Sonderlob von der Trainerin

Zwei Spielerinnen durften sich über ein Sonderlob ihrer Übungsleiterin freuen: Melanie Eckelt, die nach einem 24-stündigen Flug aus Australien den Umweg über Hamburg  "um sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen" und Nachwuchstorfrau Manou Huijben, die auf ein freies Wochenende verzichtete, um dem Team zu helfen, "falls sich die Ankunft von Melanie Eckelt verzögern sollte".

Das nächste Spiel bestreiten die Miezen am kommenden Sonntag (27. Januar, 16 Uhr, Arena Trier) gegen den FSV Mainz 05.

Statistik

  • Beste Werferinnen für Harrislee waren Merle Carstensen mit fünf Toren und die alle überragende Janne Lotta Woch (14/5)DJK/MJC Trier: Aleksandra Baranowska, Melanie Eckelt (ab 17. Minute),  Manou Huijben – Angela Petrovska, Hannah Sattler, Lindey Houben (5/5), Andrea Czanik (2), Vesna Tolic (7), Dovile Ilciukaite (6), Gabriella Szabo (3), Maja Zrnec, Dora Simon-Varga (3)Schiedsrichter: Saskia Blunck, Svenja Maczeyzik
  • Zuschauer: 436 

RED

 

 

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