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Miezen mit breiter Brust nach Baden-Württemberg

Am kommenden Sonnabend (19.30 Uhr) müssen sich die Trierer Miezen in ihrem 17. Saisonspiel bei Schlusslicht Herrenberg beweisen. Knapp 300 Kilometer trennen die Arena Trier und die Herrenberger Markweghalle, tabellarisch ergibt sich eine nicht minder große Distanz, steht doch der 3. vor seinem Gastspiel beim 16.. Die SG H2Ku, die im Vorfeld der Saison als Favorit auf die obersten Tabellenplätze gehandelt wurde, konnte an die Erwartungen des dritten Tabellenplatzes der Vorsaison nicht anknüpfen.
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Foto: FF

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Im Handballjahr 2017 verbuchte das Gunzenhauser-Team mit einem 24:24 Remis gegen die SGH Rosengarten-Buchholz sowie einem 21:22 Sieg bei Katrin Schneiders Ketscherinnen drei Zähler.  Die Gastgeber befinden sich mitten im Abstiegskampf und haben mit 9:25 Punkten die rote Laterne. "Kuties"-Coach Hagen Gunzenhauser, der zuvor sowohl Göppingen wie auch Bietigheim in die 1. Liga geführt hatte, hört zum Ende der laufenden Saison als Trainer der Herrenbergerinnen auf und wird den Posten des Sportlichen Leiters übernehmen.  Die Würtembergerinnen verfügen zweifelsohne über einen starken Kader, mit 71 Toren ist Sulamith Klein treffsicherste Schützin. Das Hinspiel konnten die Miezen mit 31:27 für sich entscheiden,  dabei deutete Ex-Göppingerin Annika Leppert mit 7 Treffern ihre Qualität an.

"Großer und starker Kader"

"Die SG H2Ku ist gefährlich", so Cristina Cabeza Gutiérrez, "sie belegen den letzten Platz der Liga obwohl sie eine tolle Mannschaft haben, das verstehe ich nicht." "Herrenberg hat einen großen und starken Kader", analysiert Triers Trainerin, "ich kann mir vorstellen, dass sie sich zu Hause gut präsentieren und mit einem Sieg die Aufholjagd einleiten wollen." "Wir wissen, dass man uns am Samstag alles abverlangen wird", so die Spanierin,  die sich kämpferisch und ehrgeizig zeigt: "Wir wollen zwei Punkte holen und unser Spiel, auch mit Blick auf die letzte Partie gegen Mainz-Budenheim, verbessern."

Müller vertritt Eckelt

Zur personellen Situation der Miezen: Torhüterin Melanie Eckelt wird in Herrenberg von Margaretha Müller aus dem Kader der kleinen Miezen vertreten. Aufrgund ihrer Schulterprobleme wird MJC-Außenspielerin Ramona Constantinescu auch am 18. Spieltag zum Zuschauen verdammt sein.

Knoroz verlässt Miezen

Verzichten müssen die Triererinnen künftig auf Yevheniya Knoroz: Wie Anfang der Woche bekannt wurde, werden sich die Wege der gebürtigen Ukrainerin mit der Nr. 33 und der Trierer Miezen mit sofortiger Wirkung trennen. "Yevheniya hat uns gebeten, aus persönlichen Gründen freigestellt zu werden. Dieser Wunsch hat uns ehrlicherweise schon überrascht und getroffen", sagte Miezenvorstand Jürgen Brech. Wir sind ihrer Bitte – wenn auch schweren Herzens – am vergangenen Wochenende nachgekommen", so der  MJC-Chef. Die 1.84 Meter große Linkshänderin stand seit 2015 für die Triererinnen unter Vertrag und erzielte in der aktuellen 2. Ligasaison 29 Treffer. Ihr bis 2018 datierter Kontrakt wird mit sofortiger Wirkung aufgelöst.


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