"Miezen" sind insolvent

DJK/MJC Trier hat Insolvenzantrag gestellt

Trier. Wie der Verein heute, Freitag, 12. April, in einer Pressemitteilung bekannt gab, hat der Vorstand des DJK/MJC Trier Sportmanagements bereits am 9. April beim Amtsgericht Trier Insolvenz angemeldet.

Der vom Amtsgericht als vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Prof. Dr. Dr. Thomas B. Schmidt verschafft sich mit seinem Team derzeit einen Überblick über die wirtschaftliche Situation des DJK/MJC Trier Sportmanagement e.V.

Seine Ziele sind die Sanierung und der langfristige Fortbestand der Trierer Miezen. Dafür wird er in den nächsten Wochen Gespräche mit allen wesentlichen Beteiligten führen. Dabei wird der Spielbetrieb für die laufende Saison aufrechterhalten. Spiele und sonstige Veranstaltungen sollen ohne Einschränkung durchgeführt werden.

Die Spielerinnen, das Trainer- und Betreuerteam und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins wurden über das Verfahren und die weiteren Schritte informiert. Sie erhalten anstelle ihrer Löhne und Gehälter Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit. Die Vorfinanzierung des Insolvenzgelds wird beantragt.

Der Vorstand des DJK/MJC Trier Sportmanagement e.V., Jürgen Brech und Christoph Steil, sieht sich dringend zu diesem Schritt veranlasst.

"Wir müssen in der aktuellen Situation verantwortlich handeln und mit diesem Schritt die Zukunftsfähigkeit der Trierer Miezen wiederherstellen. Sponsorenausfälle, Kürzungen durch langjährige Unterstützer sowie massive Einbußen bei den Zuschauereinnahmen lassen uns leider keinen Spielraum. Vorstand und Aufsichtsrat haben bis zum heutigen Tag alles erdenklich Mögliche versucht, um diese Entwicklung abzuwenden. Wir haben unseren Etat bereits vor dieser Saison drastisch gekürzt und auch während dieser Spielzeit weitere Einsparungen vorgenommen. Es trifft uns sehr, dass alle Maßnahmen und Bemühungen nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben. Unser Ziel ist es, den Verein zu konsolidieren, um einen unbelasteten Neustart in der 3.Liga oder sogar in der Oberliga angehen zu können. Wir danken all unseren Unterstützern und Fans und hoffen, dass die hohe Verantwortung und Wichtigkeit dieses schweren, aber notwendigen Schrittes Anerkennung findet", so die beiden Vorstände unisono.

Beide Vorstände sowie der Aufsichtsrat stehen bei einem Neuanfang weiterhin zur Verfügung.

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