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Miezen unterliegen Abstiegskandidat Zwickau

Trier. Die DJK/MJC Trier hat am 13. Spieltag der 2. Frauenhandball-Bundesliga die schwächste Saisonleistung geboten. Die Miezen unterlagen vor 380 Zuschauern in der Arena Trier dem Abstiegskandidaten BSV Sachsen Zwickau mit 26:31 (11:16) .

Das war alles so nicht geplant. Zwar hatte Trainer Andy Palm, bis zu Saisonbeginn selbst noch für Zwickau verantwortlich, gewarnt, den Tabellenvorletzten nicht zu unterschätzen, aber diese Worte schienen kein Gehör gefunden zu haben. Die Trierer Niederlage war, auch in dieser Höhe verdient , – obwohl die Partie Mitte der 2. Halbzeit dank einer ganz starken Phase zugunsten der Miezen hätte kippen können und für die Palm in seiner Spielanalyse lobende Worte fand. Aber nur dafür - und um Zwickau zu schlagen, war das zu wenig.

Miezen finden keinen Zugriff zum Gegner

Die MJC lief den Gästen von Anfang an hinterher. Über 0:3 (2.) und 6:10 (16.) setzte sich Zwickau bis zur 25. Minute auf 7:14 ab. Mit einem Glückstreffer aus dem Mittelkreis verkürzte Maja Zrnec in der Schlusssekunde der 1. Halbzeit noch auf 11:16. Wer eine Aufholjagd mit Beginn des zweiten Abschnitts erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. Weiter fanden die Miezen keinen Zugriff auf den Gegner. Es fehlte an der notwendigen Aggressivität in der Defensive, auch an der Beweglichkeit - und das auch in der Offensive. Hinzu kamen technische Fehler und schwache Abschlüsse. In der 36. Minute stand es 12:22. Wenig später parierte Melanie Eckelt einen Siebenmeter und zunehmend wurde Andrea Czanik mit guten Anspielen gefüttert. Nach 23 Minuten war der Rückstand geschmolzen (18:24). Beim Stand von 19:26 stoppte der Pfosten bei Würfen von Linsey Houben und Hannah Sattler die Aufholjagd. Nach einer Auszeit von Palm dann die nächsten Treffer. Über 22:26 (50.) roch es beim 25:27 nach der Wende - zumal Zwickau immer nervöser agierte. Die Entscheidung fiel, als Hannah Sattler in Überzahl nicht traf und danach auch Gabriella Szabo und Tina Welter vergaben.

"Wussten, dass Trier mental nicht so stark ist"

"Wir wussten, dass Trier mental nicht so stark ist", lautete die verblüffende Analyse der Zwickauer Trainerin Carina Cupcea, "deshalb haben wir von Anfang an viel Druck auf die Mitte gemacht." Und dort hatten die Gäste über ihre Toptorjägerin Nadja Bolze (10 Treffer) zu häufig Erfolg. "Wir haben über weite Strecken gar nichts auf die Platte gebracht", bilanzierte ein sichtlich enttäuschter Andy Palm und richtete den Blick gleich nach vorn: "Am nächste Samstag werden wir uns erheblich steigern müssen." Dann trifft Trier nämlich in der Arena (19.30 Uhr) auf Spitzenreiter Buchholz-Rosengarten.

Statistik

DJK/MJC Trier: Melanie Eckelt, Yuko Minami - Angela Petrovska, Hannah Sattler, Linsey Houben (3), Andrea Czanik (5), Vesna Tolic (1), Aaricia Smits (2), Joline Müller, Gabriella Szabo (10/3), Maja Zrnec (3), Dora Simon Varga, Tina Welter (2).

BSV Sachsen Zwickau: Ela Szott, Charley Zenner, Juliane Klimiuk - Josepha Kallenberg, Fabienne Kracht (1), Katarina Pavlovic (8), Nadja Bolze (10/4), Stefanie Hopp, Petra Nagy (6), Silvia Sajbidor (1), Isa-Sophia Rösike, Jenny Choinnowski (5/1), Alisa Pester, Laura Majer.

Schiedsrichter: Frederic Linker, Sascha Schmidt

Zuschauer: 380

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