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Miezen unterliegen nach Sechs-Tore-Führung

Trier. Die DJK/MJC Trier tritt in der 2. Frauenhandball-Bundesliga weiter auf der Stelle. Am Sonntag unterlagen die Miezen in Niedersachsen nach klarer Führung in der Anfangsphase mit 24:30 (14:15). Hannover liegt nach diesem Duell weiterhin auf einem Abstiegsplatz, allerdings nur noch zwei Zähler hinter den Miezen (Platz 10), bei denen die etatmäßige Torfrau Nummer 1, Melanie Eckelt, nach überwundenen Rückenproblemen wieder zum Einsatz kam.

Der Start in Hannover hätte aus Trierer Sicht nicht besser gelingen können. Schon nach acht Minuten gelang Andrea Czanik die 5:1-Führung, nur vier Minuten später war der Vorsprung nach einem Treffer von Linsey Houben zum 8:2 auf sechs Tore angewachsen. Kurz darauf, beim Stand von 8:3, rief Trainer Andy Palm zur 1. Auszeit. Warum? "Wir hatten zu viele Reibungsverluste in der Offensive", sagt der Coach, "deshalb haben wir auf zwei Kreisläuferinnen umgestellt." Fortan agierten neben Andrea Czanik noch wechselweise Aaricia Smits und Angela Petrovska in vorderster Linie. Doch der zuvor gute Spielfluss war nun dahin und Hannover holte Tor für Tor auf. Über 6:9 (18.) und 8:10 (28.) war der Ausgleich wenig später perfekt (10:10/23.). Bis zum Halbzeitpfiff gerieten die Miezen sogar knapp mit 14:15 in Rückstand.

Konsequenz im Abschluss fehlt

Mit dem Wiederanpfiff blieb es über lange Zeit bei den Spielanteilen. Die Partie blieb weiterhin eng - die Führung wechselte mehrfach. Letztmals waren die Moselanerinnen in der 44. Minute beim Stand von 21:20 für Hannover auf Tuchfühlung. Doch dann setzten sich die Gastgeberinnen mit einer 4:0-Serie bis zur 49. Minute (25:20) erstmals klar ab. "In dieser Phase haben wir klare Chancen liegen lassen", analysierte Palm, "und haben in der Abwehr nicht mehr so entschlossen zugepackt." Dabei hatten die Gäste die überragenden Spielerinnen Hannovers, die beste Liga-Torschützin Jana Pollmer, die mit sechs Toren - davon fünf Siebenmeter - deutlich unter ihrem Schnitt (8,4) blieb und Kreisläuferin Natasha Ahrens (4) gut im Griff. Nach der starken Anfangsphase fehlte dem Palm-Team aber über weite Strecken die Konsequenz im Abschluss. So setzte sich der Trend fort. Spätestens in der 56. Minute war beim Stand von 28:22 die Entscheidung gefallen.

Das nächste Spiel wird für die Miezen noch schwieriger werden. Am kommenden Samstag (10. März, 18 Uhr, Neurott-Halle) muss die MJC bei den Kurpfalz Bären, dem Tabellenzweiten, in Ketsch antreten.

Statistik

HSG Hannvoer-Badenstedt: Hanna Belgardt, Marnie Schierholz - Leonie Neuendorf (1), Rabea Pollakowski (3), Lena Seehausen (3), Mieke Düvel (6),  Ivonne Krängel (4), Marlen Wills (2), Marie Kristin Gerber, Tina Wagenlader (2), Esther Pollex, Natasha Ahrens (2), Alina Defayay (1), Jana Pollmer (6/5).

DJK/MJC Trier: Melanie Eckelt, Yuko Minami (ab 14.) - Angela Petrovska, Hannah Sattler (3), Linsey Houben (4/1), Andrea Czanik (4), Vesna Tolic (2), Aaricia Smits (1), Joline Müller (3), Gabriella Szabo (4/1), Maja Zrnec (2), Ramona Constantinescu (1).

Schiedsrichter: Susann Kruska/Sarah Lange

Zuschauer: 285

RED

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