Miezen verlieren Vier-Punkte-Spiel gegen Sachsen Zwickau

Trier. "Jetzt stehen wir mit dem Rücken an der Wand." Das war die Kernaussage von Trainerin Elena Vereschako in der Pressekonferenz nach der 21:25 (8:10)-Niederlage des Frauenhandball-Zweitligisten DJK/MJC Trier gegen den BSV Sachsen Zwickau. Vor 294 Zuschauern in der Arena Trier ließen die Miezen erneut zahlreiche Chancen liegen. Allein Dovile Ilciukaite traf fünf Mal Pfosten oder Latte – das war aber nur die Spitze des Eisbergs in der Rubrik Negativ-Erlebnisse.

Der Trend in Richtung Niederlage begann wie schon in den Spielen zuvor bereits in der ersten Halbzeit. Dem guten Auftakt mit der 2:0-Führung, erzielt durch die überragende Linsey Houben (10 Tore), folgte eine zwölfminütige Torflaute, die schnell zum Rückstand führte, der bis zur Halbzeitpause auch nicht egalisiert werden konnte. Dabei musste Zwickaus Torfrau Ela Szott keineswegs überragende Leistungen bieten – eine solide Vorstellung reichte aus, weil die Gastgeberinnen oft kein Mittel fanden, die flexible 6:0-Deckung des Gegners zu destabilisieren. Gelang es doch, dann fehlte es im Abschluss oft an der nötigen Präzision. 

Aufgabe wäre lösbar gewesen

Dass die Aufgabe gegen den vor dem Spieltag nur zwei Punkte besseren Gast jedoch lösbar gewesen wäre, zeigte sich fast bis in die Schlussphase. Zwar lag Zwickau meist in Führung, aber wirklich absetzen konnte sich das Team des ehemaligen HC-Leipzig-Coachs Norman Rentsch nicht. Zu Beginn der zweiten Halbzeit glichen die Miezen schnell zum 10:10 aus, danach wechselte die Führung zunächst mehrfach. Dann übernahmen die Sächsinnen wieder das Geschehen, ihr Vorsprung pendelte bis zur 50. Minute immer zwischen zwei und vier Toren. Die Entscheidung fiel nach dem 19:21 (50.), als die Miezen sechs Angriffe in Folge ohne Torerfolg blieben. Mit Schrittfehler, Fußfehler, Fehlpass, Offensivfoul, Pfosten- und Fehlwurf endeten diese Offensivbemühungen – die Gäste nahmen diese Einladungen dankend an. Die Miezen kassierten eine verdiente, aber auch unnötige Niederlage. Nach den übrigen Resultaten des Wochenendes fiel Trier, das ohne die verletzte Maja Zrnec antrat, auf den letzten Tabellenplatz zurück, hat die vor ihnen liegenden Vereine aber immer noch in Reichweite.

"Es ist noch alles machbar"

"Es ist noch alles machbar", lautete das Fazit von Vereschako, die mit der Abwehrleistung "insgesamt zufrieden" war, aber erneut selbstkritisch anmerkte: "Wir müssen vor allem im Angriff unsere Konzentration steigern." Gästecoach Rentsch war angesichts des Sieges milde gestimmt: "In der ersten Halbzeit war ich mit der Angriffsleistung nicht zufrieden, nach der Pause haben wir das aber gut gemacht."

Das nächste Meisterschaftsspiel bestreiten die Miezen am kommenden Samstag (16. Februar, 18.45 Uhr, Sporthalle Buschenburg) beim Tabellendritten TV Beyeröhde-Wuppertal.

Statistik

Beste Werferinnen der Gäste waren Petra Nagy, Jenny Choinowski (je 6) und Josepha Kallenberg (5 Saisontore).

DJK/MJC Trier (Kader): Melanie Eckelt, Aleksandra Baranowska (ab 41.) – Angela Petrovska, Hannah Sattler (2), Linsey Houben (10/4), Andrea Czanik (2), Vesna Tolic (2), Dovile Ilciukaite, Gabriella Szabo (3), Dora Simon-Varga (2)

Schiedsrichterinnen: Daniela Kuschel/Sandra Senk

Zuschauer: 294

RED

 

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