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Millionen-Förderung für Konversion

Die von der Stadt Saarburg in Auftrag gegebene Konversion der ehemaligen De-Lattre-Kaserne im Saarburger Stadtteil Beurig erhält Unterstützung aus Berlin. Mit fünf Millionen Euro fördert der Bund das Projekt "Saarburg-Terrassen".
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Bürgermeister Jürgen Dixius mit den Plänen der "Saarburger Gärten" im Eingangsbereich der ehemaligen De-Lattre-Kaserne. Die Gartenanlage soll später den Bürgern als "Showroom" zur Inspiration eigener Gartengestaltung dienen. Foto: Costin Dobai für die Stadt Saarburg

Bürgermeister Jürgen Dixius mit den Plänen der "Saarburger Gärten" im Eingangsbereich der ehemaligen De-Lattre-Kaserne. Die Gartenanlage soll später den Bürgern als "Showroom" zur Inspiration eigener Gartengestaltung dienen. Foto: Costin Dobai für die Stadt Saarburg

Das Treffen mit dem parlamentarischen Staatssekretär des Bundesinnenministeriums, Marco Wanderwitz, am 12. und 13. März in Berlin hat für die Stadt Saarburg in persona ihres Bürgermeisters Jürgen Dixius bereits nach kurzer Zeit Früchte getragen. Im Gespräch mit Wanderwitz, der als Vorsitzender einer interdisziplinär besetzten Experten-Jury für die Vergabe von Fördermitteln aus dem Programm "Nationale Projekte des Städtebaus" verantwortlich ist, erläuterte Dixius die Pläne für die "Saarburg-Terrassen" und die Bedeutung der Umgestaltung des ehemaligen Kasernengeländes. "Ich habe mich lange persönlich dafür eingesetzt, dass das Projekt eine finanzielle Förderung aus dem Bundesprogramm erhält. Zuletzt war ich dafür in Berlin und habe gemeinsam bei zahlreichen Verantwortlichen für das Projekt vorgesprochen und geworben. Mit den fünf Millionen Euro kann nun das Gesamtkonzept zusammen mit den 'Gärten von Saarburg' umgesetzt werden. Darüber freue ich mich riesig, denn es wird die Stadt und die Region weiter voranbringen", sagte Dixius. Der Geldsegen aus Berlin ist dabei nicht der erste dieser Art: Bereits 2017 flossen für das Projekt Fördergelder aus dem gleichen Topf in Höhe von 430.000 Euro.

Bezahlbarer Wohnraum

Der Projektentwickler Bouwfonds Property Development (BPD) ist Projektpartner der Stadt Saarburg und plant den Bau und die Vermarktung von 220 Wohnungen und 140 Häusern. Die Stadt selbst besitzt oder vermietet keinen Wohnraum und wird auch im Zuge der Konversion kein städtisches Wohneigentum auf dem ehemaligen Kasernengelände erwerben. Dennoch soll nach derzeitiger Planung ein Teil des neu geschaffenen Wohnraumes Mietern offenstehen. Nach Angaben von BPD ist bezahlbares Wohnen eines der Eckpunkte des Konversionsvorhaben. Ziel sei es, das Reihenhaus mit einer Fläche von circa 120 Quadratmetern für unter 300.000 Euro anzubieten, vorausgesetzt, der Immobilienmarkt spielt mit. Neben Wohnungen und Reihenhäusern sollen zudem Doppelhäuser und freistehende Einfamilienhäuser gebaut werden. Insgesamt wird so neuer Wohnraum für mehr als 1.000 Menschen geschaffen.

Neue Wohnformen

Zu den üblichen Wohnformen sind auch neue Optionen geplant wie beispielsweise Gartenhofhäuser oder Lebenszyklushäuser. Zentrale Elemente auf dem Kasernengelände sollen erhalten, in die Planung integriert und nach einem Umbau neu genutzt werden. Die "Saarburg Terrassen" sind ein Baustein innerhalb des groß angelegten Konversionsprojektes, das die Stadt Saarburg mit Hochdruck nach dem Abzug des französischen Militärs im Jahr 2010 angegangen ist. Die Terrassen sind dabei Teil der Grünen Achse Saarburgs, die die Innenstadt mit dem Konversionsgelände saarübergreifend verbinden soll. Hierfür und für die "Gärten von Saarburg" werden die fünf Millionen Euro hauptsächlich verwendet. Der Abschluss des Bauprojektes "Saarburg-Terrassen" wird nach derzeitigem Stand für die Jahre 2026/2027 prognostiziert.

Konversion schreitet voran

Viele Projekte sind bereits umgesetzt worden, so zum Beispiel der Umbau des früheren Stadions der Franzosen zum modernen Sportstadion Kammerforst, der Umbau des Casinos zur Kindertagesstätte, der Umbau des ehemaligen Hotels der Garnison zum Justizausbildungszentrum, das neu geschaffene Stadtteilzentrum Beurig mit neu gebautem Kindergarten, Festplatz und Jugendverkehrsschule, die neu gestalteten Wohngebiete Cité Sud und Cité Nord oder die Ansiedlung eines Schulungszentrums für den Bundesfreiwilligendienst.

Hintergrund

  • Die Saarburg-Terrassen sind laut Bebauungsplan ein circa 300 Meter langer Grünzug, der das neue Wohngebiet in der oberen Hälfte horizontal durchschneidet. Im Osten endet der Grünzug am alten Küchenhaus. Im Westen wird er von einem Wasserbecken begrenzt.
  • Gesprächsthemen in Berlin waren auch der Neubau einer Turn- und Mehrzweckhalle in Wincheringen sowie die Sanierug der Saarburg.
JK