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Moselaufstieg kommt: Bund gibt grünes Licht

Gute Nachrichten für die Region: Mit dem Moselaufstieg wird überraschend eines der größten Infrastrukturprojekte der Region doch noch realisiert werden können. Das für die gesamte Region so wichtige Projekt steht seit Mittwoch im vordinglichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP). Ebenso wichtig sind die weiteren geplanten Maßnahmen, nämlich die Ortsumgehungen Ayl (B51) und Trier-Zewen (B49) sowie der Weiterbau der Biewertalbrücke (A64) und der Ortsumgehung Konz-Könen (B51). Insgesamt will der Bund bis 2030 so viel in Straßen, Schienen und Wasserwege wie noch nie investieren- mehr als 260 Milliarden Euro.
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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (rechts) hatte sich auch schon ein persönliches Bild von der Verkehrssituation gemacht. Links daneben: Der CDU-Landtagsabgeordnete Bernhard Henter und CDU-Bundestagsabgeordneter Bernhard Kaster.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (rechts) hatte sich auch schon ein persönliches Bild von der Verkehrssituation gemacht. Links daneben: Der CDU-Landtagsabgeordnete Bernhard Henter und CDU-Bundestagsabgeordneter Bernhard Kaster.

 

"Der heutige Tag ist ein Wendepunkt für den Bau des Moselaufstiegs", sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster, seit vielen Jahren einer der großen Kämpfer für die Verkehrsentlastung im Moseltal. Der Bund habe die überregionale Bedeutung des Moselaufstiegs verstanden, erläuterte Kaster nach der Veröffentlichung des neuen Bundesverkehrswegeplans in Berlin: "Er ist das Herzstück der Verkehrsinfrastruktur in der Großregion Trier-Luxemburg. Der Moselaufstieg entlastet die Tallage von Konz bis Schweich. Er erschließt den gesamten Konz-Saarburger-Raum und wurde nicht zuletzt immer wieder auch von Seiten unserer Luxemburger Freunde vehement eingefordert."

Drängen hat Erfolg

Deshalb wurden auf Drängen von Kaster bei dieser überregional bedeutsamen Maßnahme vom Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt insbesondere auch netzkonzeptionelle, raumordnerische, städtebauliche und ökologische Aspekte mit einbezogen. Der Erfolg: Der Moselaufstieg ist ab heute politisch vordringlich. Ebenso wichtig sind die weiteren Maßnahmen für die Region im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans: Nämlich die Ortsumgehungen Ayl (B51) und Trier-Zewen (B49) sowie der Weiterbau der Biewertalbrücke (A64) und der Ortsumgehung Konz-Könen (B51). In der kommenden Woche startet jetzt die sechswöchige Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung, bei der der Bundesverkehrswegeplan öffentlich für jedermann auf der Internetseite des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) zugänglich gemacht wird und zusätzlich in 20 über das Bundesgebiet verteilten Städten ausgelegt wird. Interessierte können so die detaillierten Ergebnisse zu den bewerteten einzelnen Projekten einsehen und sich schriftlich oder elektronisch zum Entwurf äußern.

Hintergrund

Im vordringlichen Bedarf sind im Bundesverkehrswegeplan 2015: Der Moselaufstieg (Westumfahrung, B51), also die Autobahnanbindung des Saar-Moseltals an die A64 mit einer Brücke bei Konz. Ziel des Projektes ist es, den Fernverkehr nach Luxemburg aus dem Moseltal und dem Stadtgebiet Trier herauszuhalten. Besonders die große Zahl an Berufspendlern nach und aus Luxemburg wird durch diese Projekte entlastet. Außerdem wird auch der bereits begonnene vierspurige Ausbau der Biewertalbrücke (A64) fertiggestellt. Gleiches gilt für die Ortsumgehung Konz-Könen (B51). Die Ortsumgehung Trier-Zewen (B49) könnte zur spürbaren Verkehrsentlastung führen. Die Ortsdurchfahrt wird insbesondere von Berufspendlern genutzt. Täglich fahren hier bis zu 15.000 Fahrzeuge. Die Ortsumgehung Ayl (B51) hat nicht nur eine hohe Bedeutung für die Gemeinde Ayl, sondern für den gesamten Saarburger Raum und würde auch zur Entlastung der Ortsdurchfahrt Biebelhausen beitragen Im Weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2015: Die Ortsumgehung Igel (B49): Die Ortsdurchfahrt Igel wird täglich von 14.000 Fahrzeugen genutzt, hier könnte die Ortsumgehung daher zu einer spürbaren Verkehrsentlastung führen.