Andrea Fischer

Neues Radverkehrskonzept für den Kreis

Trier/Kreis Trier-Saarburg. Das Radverkehrskonzept Trier-Saarburg liegt im Entwurf vor.

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Rund 500 Kilometer sind im Zuge der Radweganalyse im Landkreis erfahren und digital aufgezeichnet worden.

Rund 500 Kilometer sind im Zuge der Radweganalyse im Landkreis erfahren und digital aufgezeichnet worden.

Foto: Archiv

In einer Online-Befragung haben Einwohner des Landkreises Trier-Saarburg mehr als 1.000 Vorschläge zur Verbesserung des Radwegenetzes im Kreis eingereicht. Das im Juni 2021 beauftragte Planungsbüro Stadt-Land-plus GmbH, Büro für Städtebau und Umweltplanung, Boppard-Buchholz, hat das Konzept inklusive eines Katalogs von 15 priorisierten Maßnahmen und über 400 weiteren Empfehlungen für Markierungen, Beschilderungen und punktuellen Baumaßnahmen vorgelegt. Landrat Stefan Metzdorf sieht in dem erarbeiteten Entwurf eine sehr gute Grundlage für die bereits laufenden Abstimmungen mit den Verbandsgemeinden und dem Landesbetrieb Mobilität Trier, aber auch für die nun beginnenden Beratungen in den Kreisgremien. Besonders wichtig war ihm, dass die vielen Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger Einzug in das Konzept gefunden habe. »Ziel ist es, möglichst rasch in die Umsetzung zu kommen, um den Landkreis fahrradfreundlicher und verkehrssicherer zu machen«, so Metzdorf.

Über 500 Kilometer digital aufgezeichnet

Neben der weiteren Abstimmung mit den Verbandsgemeinden und dem Landesbetrieb Mobilität Trier geht das Konzept nun in die Beratung der Kreisgremien. Wegen der Größe des Landkreises und der zahlreichen Vorschläge aus der Bevölkerung wird die Fertigstellung des Rad-verkehrskonzeptes voraussichtlich bis Ende des Jahres 2022 in Anspruch nehmen. Die Online-Beteiligung für Bürgerinnen und Bürger fand von November 2021 bis Februar 2022 statt. Die rund 1.300 Rückmeldungen wurden ausgewertet und in die Analyse sowie die Zielkonzeption eingearbeitet. Ein Teil des geplanten Zielnetzes wurde von den Planern im April 2022 befahren und analysiert. Dabei wurden rund 500 km an Streckenverbindungen digital erfasst. Ebenfalls fand im März 2022 eine Besichtigung von Punkten im Kreis statt, bei denen es in der Vergangenheit zu gehäuften Unfällen kam.

Mehr Möglichkeiten zum Abstellen der Räder

Im Mai 2022 wurde das Zielnetz als Online-Anwendung erstellt. Im Juni 2022 fanden Beratungstermine in den einzelnen Verbandsgemeinden des Landkreises statt, bei denen der aktuelle Stand des Zielnetzes erläutert und einzelne Maßnahmen besprochen und hinsichtlich deren Priorisierung abgestimmt wurden. Im Nachgang hatten die Kommunen nochmals die Möglichkeit, einzelne Strecken, Maßnahmenvorschläge und Kommentare an das Planungsbüro nachzureichen. Die eingegangenen Anregungen, Informationen, Strecken- und Maßnahmenvorschläge wurden geprüft und eingearbeitet. Um nicht nur ein Konzept zu erstellen, sondern auch die Maßnahmenumsetzung voranzubringen und zu unterstützen beabsichtigt der Landkreis, die kreisweit notwendige Radabstellanlagen zu errichten. Hierzu wurden im Haushaltsplan 2022 Mittel in Höhe von 1 Million Euro eingestellt. Zur Ermittlung des Bedarfes wurden die Verbandsgemeinden, der VRT sowie die Schulabteilung/Gebäudemanagement des Landkreises gebeten, entsprechende Vorschläge über erforderliche Fahrradabstellanlagen und ihre Standtorte mitzuteilen. Es ist vorgesehen, an insgesamt 149 Standorten rund 730 Anlehnbügel, 28 Systemüberdachungen mit der Möglichkeit der späteren Einhausung und Umbau zur Sammelschließanlage, 18 Systemüberdachungen sowie 30 Reparatursäulen zu errichten. In einem ersten Schritt der Umsetzung soll daher in Kürze der Förderantrag für die Errichtung flächendeckender Fahrradabstellanlagen im Landkreis gestellt werden.