„Passiwahnsinn“ bringt den Sieg in Zwickau

Spielertrainer der Dolphins in überragender Verfassung

Trier.  Nach der wohl stärksten ersten Hälfte in dieser Saison und dank einer tollen Teamleistung konnten die Rollstuhl-Bundesliga-Basketballer der Doneck Dolphins Trier am Sonntag Mittag im sächsischen Zwickau den dritten Sieg im vierten Spiel der Saison einfahren und bleiben nach dem 85:61 erster Verfolger des noch ungeschlagenen Spitzenduos aus Elxleben und Lahn-Dill.

 

 

"Wir haben schon lange nicht mehr hier gewonnen", sagte Triers Trainer Dirk Passiwan voller Freude nach dem Spiel gegen die BSC Rollers aus Zwickau. "Wir haben hier die beste erste Halbzeit in dieser Saison gespielt. Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten." Dies galt vor allem für die Defensivarbeit. Zwickaus treffsichere Center Pohlmann und Skuca wurden immer wieder geschickt aus der Zone gehalten und musste auf Mitteldistanzschüsse zurückgreifen. Allerdings fand nur jeder dritte Ball den Weg in den Trierer Korb. Zu wenig, um einem gut aufgelegtem Gast von der Mosel Paroli bieten zu können.

Trier schafft Überzahlsituation

"Wir haben es immer wieder geschafft, gegnerische Spieler geschickt aus der Verteidigung zu nehmen, so dass wir eine Überzahlsituation schaffen und diese oft mit einfachen Korblegern abschließen konnten." Doch nicht nur defensiv waren die  Dolphins Trier gut aufgelegt. Dirk Passiwan, dessen Spielweise von der Fachzeitschrift "Rollt" zurzeit als Passiwahnsinn bezeichnet wird, hatte mal wieder einen glänzenden Tag erwischt. Der Topscorer der Trierer war kaum unter Kontrolle zu halten und schrammte mit 47 Punkten, 17 Rebounds und 9 Assists nur knapp am Tripple-Double vorbei. Zwar schoss der deutsche Nationalspieler bei sieben Versuchen von jenseits der Dreierlinie nur Fahrkarten, doch fanden knapp 65 Prozent seiner Würfe aus dem Feld das Ziel. Doch auch der niederländische Nationalspieler Mattijs Bellers fand dieses Mal besser ins Spiel. Mit insgesamt 22 Punkten konnte der Nationalspieler für eine Entlastung seines Spielertrainers sorgen.

Lob, aber auch Kritik

"Wir haben heute eine insgesamt gute Teamleistung abgeliefert", bilanzierte der Topscorer der Dolphins, fand allerdings auch kritische Worte, "Es ist schade, dass wir die Leistung aus der ersten Halbzeit nicht über 40 Minuten zeigen konnten. Ich sehe Zwickau als einen großen Konkurrent, der uns im Blick auf einen guten Mittelfeldplatz oder vielleicht ein bisschen höher gefährlich werden kann. 24 Punkte Differenz sind sicherlich gut, im Blick auf einen möglichen direkten Vergleich hätten es aber gerne ein paar mehr sein können. Im Großen und Ganzen bin ich aber zufrieden, auch wenn man bedenkt, dass uns mit Diana Dadzite eine Spielerin im Team fehlt, die unser Spiel lenken kann und selber punkten kann."

Jetzt geht´s gegen Hamburg

In der kommenden Woche empfangen die  Dolphins dann die BG Baskets aus Hamburg. Eine Mannschaft, die in dieser Saison noch nicht richtig in Tritt gekommen, allerdings zu den Top 3 der Liga zu rechnen ist. Statistik: Zuschauer: 150; Dolphins Trier (Kader): Mattijs Bellers (22), Edgaras Ciaplinskas (9), Frank de Jong, Florian Ewertz, Alieu Faal (n.e.), Tracey Ferguson, Valeska Finger, Tommie Gray (7), Martin Koltes, Anni Nickels (n.e.), Dirk Passiwan (47) Beste Schützen auf Seiten der Gastgeber waren Rostislav Pohlmann mit 17 und Vaytautas Skuca mit 21 Punkten.

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