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Polizei nimmt Diebesbande aus Litauen fest

Einen Schlag gegen eine international operierende Diebesbande aus Litauen ist Trierer Ermittlern zusammen mit Spezialeinheiten des Polizeipräsidiums, des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz und Einheiten aus Luxemburg gelungen.
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Seit Februar ermittelt die Kriminalpolizei Osnabrück gegen eine litauische Bande, die im Verdacht steht, hochwertige landwirtschaftliche Gerätschaften zu stehlen. Die Bande hat sich darauf spezialisiert, sogenannte '"Hoftracs" von landwirtschaftlichen Gehöften zu stehlen und vor Ort auf einen geschlossenen Kleintransporter (Sprinterformat) zu verladen und nach Litauen zu bringen. Ermittlungen des Osnabrücker Fachkommissariats für Bandenkriminalität ergaben, dass die Diebe auch im hiesigen Eifelraum aktiv waren. Die Ermittlungsgruppe Banden-WED der Kriminaldirektion Trier wurde deshalb informiert und gebeten,  die  Ermittlungen zu unterstützen. Fahnder der Trierer Polizei und des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz stellten schnell fest, dass die professionell agierenden Bande schon während der Vorbereitung der Taten hochkonspirativ und äußerst sensibel vorgingen und bei jeder kleinsten Auffälligkeit ihr Vorhaben abbrachen. 

Bande schläg in Schönecken zu

In der Nacht zum 4. April schlug die Bande dann auf einem landwirtschaftlichen Gehöft in Schönecken zu. Insgesamt drei Tatverdächtige stahlen und verluden in den frühen Morgenstunden einen Hublader in einen bereitgestellten Kleintransporter. Während der Transporterfahrer sich in Richtung Ostdeutschland absetzte, flüchteten die beiden anderen Täter zunächst nach Luxemburg und später wieder nach Deutschland. Hier konnten sie nach ihrem Grenzübertritt in Wasserbillig von der Polizei festgenommen werden. Den Transporter mit dem Diebesgut stoppte die Polizei im Bereich des Reiskirchener Dreiecks auf der Hessischen A 5 und nahm auch dessen Fahrer fest. 

Tatverdächtige nach Osnabrück übergeben

Die drei Tatverdächtigen wurden zunächst nach Trier gerbracht, wo von Beamte des Fachkommissariats Bandenkriminalität aus Osnabrück übernommen und nach dort überstellt wurden. Nach weiteren Ermittlungen beantragte die Staatsanwaltschaft Osnabrück die Untersuchungshaft beim dortigen Amtsgericht. Nach Erlass des Haftbefehls wurden die drei Männer, die alle aus Litauen stammen, in Justizvollzugsanstalten verbracht.  Die polizeilichen Ermittlungen dauern zurzeit noch an. 

Polizei lobt Zusammenarbeit

Aus polizeilicher Sicht ist besonders erwähnenswert, dass die Täter Luxemburg offensichtlich als Rückzugsraum nutzten, um der Festnahme durch die deutschen Strafverfolger zu entgehen. Laut der Trierer Polizei hat in diesem Fall die professionelle Zusammenarbeit der nationalen und internationalen Polizeibehörden allerdings besonders gut funktioniert.  Im Einsatz befanden sich Beamte der Kriminialdirektion Trier, der Polizeiinspektion Prüm, des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz, der Polizeidirektion Osnabrück und aus Luxemburg. Fortlaufend über den Einsatz informiert waren auch die polizeilichen Leitstellen in Nordrhein-Westfahlen, Hessen und Luxemburg. Foto: Symbolbild/Fotolia