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"Riesenchance für Trier": Medizincampus startet

Ab dem Wintersemester 2020/21 absolvieren bis zu 30 Studierende der Universitätsmedizin Mainz das zehnte Semester und danach ihr praktisches Jahr im Trierer Mutterhaus oder im Brüderkrankenhaus. Die Vertreter der drei Partner unterzeichneten jetzt den finalen Vertrag.
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Die Vertreter der Universitätsmedizin Mainz, des Brüderkrankenhauses und des Mutterhauses unterzeichnen im Beisein von Mininsterpräsidentin Malu Dreyer, Wissenschaftsminister Konrad Wolf und dem Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe den Kooperationsertrag. Foto: Mohsmann

Die Vertreter der Universitätsmedizin Mainz, des Brüderkrankenhauses und des Mutterhauses unterzeichnen im Beisein von Mininsterpräsidentin Malu Dreyer, Wissenschaftsminister Konrad Wolf und dem Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe den Kooperationsertrag. Foto: Mohsmann

In Anwesenheit von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Wissenschaftsminister Konrad Wolf haben die Universitätmedizin Mainz, das Brüderkankenhaus und das Klinikum Mutterhaus den Kooperationsvertrag zum Medizincampus Trier unterzeichnet. Dieser beinhaltet, dass ab dem Wintersemester 2020/2021 bis zu 30 Studierende der Universitätsmedizin Mainz das 10. Fachsemester und anschließend ihr Praktisches Jahr an den Trierer Krankenhäusern absolvieren. "Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, die ärztliche Versorgung in den Regionen des Landes sicherzustellen", freute sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer. "Die Universitätsmedizin Mainz erhält mit dem zweiten Ausbildungsstandort in Trier zwei hocherfolgreiche akademische Lehrkrankenhäuser. Das macht den Medizincampus Trier für Studierende hochattraktiv", äußerte Wissenschaftsminister Konrad Wolf.

"Riesenchance für Trier"

OB Wolfram Leibe sprach bei der Vertragsunterzeichnung von einer "Riesenchance für Trier". Ein vierjähriger Prozess sei nun auf der Zielgeraden und ein Beitrag zur Stärkung der medizinischen Versorgung in der Breite des Landes. Leibe: "Der Campus entspricht dem Ziel der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland als grundgesetzlichem Anliegen." Das Campus-Projekt wird im Trierer Rathaus federführend vom Amt für Stadtentwicklung und Statistik betreut.

Bis zu acht Millionen Euro jährlich

Für die Umsetzung des Konzepts stellt die Landesregierung aufwachsend bis zum Jahr 2025 bis zu acht Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Die Unterbringung der Studierenden soll laut Oberbürgermeister Wolfram Leibe bei den Vereinigten Hospitien erfolgen. Der Präsident der Landesärztekammer, Günther Matheis hofft, dass die Studierenden nach ihrem Studium in der Trier Region bleiben um dort die ärztliche Versorgung zu übernehmen. Obwohl unter den beiden Krankenhäusern eine gewisse Konkurrenz besteht, hat die Zusammenarbeit erfolgreich funktioniert, versichern Winfried Willinek vom Brüderkrankenhaus und Christian Sprenger vom Mutterhaus. Die rund 30 Studierende am Standort Trier haben die gleichen Bedingungen wie die Studenten von der Universität und der Hochschule. Sie erhalten ein Semesterticket, Mensaessen sowie weitere vergünstigte Angebote. JM/RED/PA