Claudia Neumann

Schockanrufe: Betrüger gibt sich als Arzt des Brüderkrankenhauses aus

Trier/Saarburg/Region. Neue Masche um todkranke Angehörige und hohe Summen für Medikamente - was die Polizei rät

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Symbolfoto

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Foto: Archiv

Wenn ein Arzt anruft und die Nachricht überbringt, dass ein naher Angehöriger im Krankenhaus liegt, ist der Schock groß. Und genau dieser Schockmoment ist es, den Betrüger aktuell ausnutzen.

 

Ältere Bürger erhalten aktuell anonyme Anrufe auf ihrem Festnetzanschluss. Am Telefon ein angeblicher Arzt des Brüderkrankenhauses, der mitteilt, dass ein Angehöriger mit dem Tode ringen würde. Eine Überlebenschance bestünde nur mit der Einnahme eines teuren Medikaments.

 

Die Betrüger fragen dann nach, ob der Angerufene bereit wäre, eine größere fünfstellige Summe für dieses Medikament zu bezahlen oder ob es sonstige Vermögenswerte gibt.

 

Diese Masche erinnert an die bekannten Schockanrufe, bei denen sich die Betrüger als Enkel oder Polizeibeamte ausgeben.

 

Die Polizei rät:

- Sprechen Sie am Telefon oder in Chats auf keinen Fall über Ihre finanzielle Situation.

- Gehen Sie niemals auf diese Forderungen ein und beenden Sie das Gespräch oder den Chat.

- Ignorieren Sie erneute Anrufe und Nachrichten.

- Fragen Sie ihre echten Verwandten oder vertraute Menschen, ob es den genannten Notfall tatsächlich gibt.

- Wählen Sie selbst die Telefonnummer Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder die 110.


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