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SHK-Innung: Prüfungsniveau gesteigert – Ergebnis verbessert

Das lässt positiv in die Zukunft blicken: Die Sanitär-, Heizungs- & Klimatechnik-Innung Trier-Saarburg hat die Anforderungen ihrer Gesellenprüfung angehoben. Wer nun vermutet, dass deshalb mehr Prüflinge durchgefallen seien als in den vergangenen Gesellenprüfungen, liegt aber falsch.
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Foto: FF

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"Das Prüfungsergebnis ist sogar etwas besser ausgefallen als im Vorjahr", stellt Obermeister Horst Langen fest. "Wir dürfen uns hier und heute über 35 neue Gesellen freuen, die wir gebührend feiern möchten." Doch wer nun glaube, mit dem Gesellenbrief in der Tasche ausgelernt zu haben, befinde sich auf dem Holzweg. "Sie haben gerade mal am geilsten Job der Welt geschnüffelt", erklärte Langen den Jung-Gesellen. "Unter den derzeitigen Voraussetzungen haben Sie zwar tatsächlich so etwas wie eine Arbeitsplatzgarantie", führte er weiter aus. Damit das aber auch weiterhin so bleibe, sei es unerlässlich, kontinuierlich am Ball zu bleiben und sich stets auf dem neuesten technischen Stand zu halten.

Elektrik gewinnt an Bedeutung

Vor allem das Thema Elektrik gewinne stetig an Bedeutung, die Verknüpfung beider Bereiche schreite unaufhaltsam voran, befand Langen. Was dass bereits heute für Ausbildung und Gesellenprüfung bedeutet, zeigte auch der anschließende Vortrag von Karl-Heinz Schwall, Ausbildungsberater der Handwerkskammer. So werde zwar die Digitalisierung auch in der SHK-Branche den einen oder anderen Arbeitsplatz überflüssig machen, prognostizierte Langen. "Das wichtigste ist aber immer noch die Arbeit beim Kunden vor Ort", stellte er fest. Und die könne nun mal nur von gut ausgebildeten Fachkräften erledigt werden, die zudem in der Lage seien, auch immer wieder mal zu improvosieren.

"Geilster Job der Welt"

An dieser Stelle – beim Kunden vor Ort – schließt sich auch der Kreis, warum Langen den Anlagemechaniker SHK als "geilsten Job der Welt" betrachtet: "Gibt es etwas Schöneres, als wenn durchgefrorene Kunden Ihnen im Winter dafür danken, wenn Ihre Heizung endlich wieder funktioniert?", fragte er seine neuen Kollegen. Wobei er einschränkte: "OK, vielleicht bietet ja der Hebammen-Beruf ähnlich tolle Momente…"

Gute Zukunftsaussichten

Festzuhalten bleibt, dass der Beruf des Anlagemechanikers SHK auch rein sachlich betrachtet derzeit mehr zu bieten hat als viele Ausbildungs- und Studiengänge. Die Zukunftsaussichten könnten kaum besser sein, ebenso wie die Weiterbildungsmöglichkeiten und damit einher gehenden Karrierechancen. Vom Meister über den Betriebswirt HWK oder Techniker ist alles möglich. Und dass es nicht mehr "Studium oder Lehre" heißen muss, belegten auch acht Studenten des Dualen Studiengangs Versorgungstechnik der Hochschule Trier: Im Rahmen der "Kooperativen Ingenieursausbildung (KIA)" nahmen sie ebenfalls erfolgreich an der Gesellenprüfung teil, um sich anschließend auf ihr verbleibendes Studium zu konzentrieren, das mit dem Bachelor abschließen soll.

Prüfungsbeste

Als Prüfungsbester mit Urkunde und Sachpreis (Akkuschrauber) ausgezeichnet wurde indes Tobias Krings. Ein weiterer Sachpreis (Werkzeugkasten) ging an den Prüfungszweitbesten Philipp Krewer.