Soll das der Umwelt helfen?

Trier. Leserbrief von Mira Düpre

"In Zeiten von Nachhaltigkeit und Erderwärmung ist es doch erstaunlich, was sich die Menschen, die etwas zu sagen haben leider immer öfter Dinge überlegen, die so gar nicht zu verstehen sind. Grundsätzlich finde ich eine Trennung von Restmüll und Biomüll eine sehr gute Idee. Leider ist die Umsetzung so gar keine gute Idee.
Ich bin eine Teilzeit arbeitende Mutter, die gerne ihren Beitrag für die Umwelt leisten möchte. Allerdings überlege ich mir nach 4 Wochen Biomüll-Wegbring-Wahnsinn ob ich mir das weiterhin antun soll.
Spätestens am zweiten Tag weichen die braunen Tüten in meinem Zusatzeimer, der mir immer in den Füßen steht, auf und ich muss nochmal umpacken. Zusätzlich stinkt der Eimer je nach Befüllung nicht gerade angenehm vor sich hin. Da ich immer ubter Zeitdruck stehe, fahre ich den Müll meist mit dem Auto auf dem weg zur Kita weg. Die Tonnen stehen so blöd an einer Straße, dass es nur eine Frage der Zeit ist, wann es dort zum Unfall kommen wird. Außerdem sind die Tonnen sehr ecklig und ich habe mir jetzt plastik Einmalhandschuhe ins Auto gelegt, um nach der Müllentleerung nicht auch noch nach Hause zu fahren zu müssen, um meine Hände zu waschen.
Jetzt frage ich mich: liebe Leute, die sich so etwas überlegen.... Soll das der Umwelt helfen? Mit dem Auto noch schnell den Müll wegbringen und das auch noch mit Handschuhen, weil der Griff nicht anzupacken ist? Ich bin für eine biotonne vor jeder Haustür, die zweimal im Monat geleert wird. Alles andere macht für mich keinen Sinn.
Ich freue mich schon auf den Sommer, und die vielen Maden, die mir dann entgegen lachen wenn ich die biotüte mit Mundschutz hineinwerfe.... DANKE dass ich das mal loswerden durfte...."

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